"Wie ein modernes Völkerwandern findet der schwellende Strom der zahlreichen Reisenden den Weg nach der Weltstadt an der Seine [...]. Sie alle folgen einem unwiderstehlichen Zug nach dem Mittelpunkte, der wie Bannstrahlen die eine Blüte erzeugt, Länder und Völker um sich sammelt." Mit diesen salbungsvollen Worten beschrieb Max Lange 1867 in der Deutschen Schachzeitung – und nachzulesen im Schachkalender 2017 – die Pariser Weltausstellung. Wie bei früheren Weltausstellungen, die erste fand 1851 im Londoner Hyde Park statt, "sammelte Paris auch Schachspieler um sich". Erstmals wurde beim Turnier eine Zeitmessung mit Sanduhren vorgenommen, bis dahin konnte man bei jedem Zug "ewig" nachdenken. Was den Gegnern oft Pein bereitete und zu Verwünschungen, lautem Singen von Liedern und dergleichen mehr führen konnte. Die Zeitbegrenzung betrug nun zehn Züge pro Stunde, man konnte sich aber Extrazeit hinzukaufen. Dem eine Zeit lang schachbesessenen Karl Marx hätte dieses kapitalistische Gebaren wohl nicht so gefallen, ebenso wenig wie die Tatsache, dass der Sieger Ignaz von Kolisch seinen von Napoleon III. gestifteten Ehrenpreis, eine große Vase aus Sèvres-Porzellan, für 160 englische Pfund (damals viel Geld) verkaufte und aus dem armen Kaffeehausspieler ein reicher Bankier wurde – allerdings dann seinerseits ein Mäzen des Schachs.

Eine wunderschöne Kombination gelang Kolisch gegen den berühmten Problemkomponisten Samuel Loyd. Wie gewann er als Weißer sofort?

Lösung aus Nr. 8:

Wie übernahm nach "Hau-druff-Beginn" des Weißen sein Springer die Feinarbeit zum Sieg?

Nach dem Qualitätsopfer1.Txd5!gab Schwarz schon auf, weil bei1...exd5 2.Sf5+ Kf6 3.Se3!diese Springergabel unweigerlich einen ganzen Turm erobert