Deutschland steht ein Drama auf dem Arbeitsmarkt ins Haus. Denn offenbar möchten drei von vier Bundesbürgern zwischen 18 und 34 Jahren gerne für ein Start-up arbeiten, wie der Hamburger Investor E.ventures in einer Online-Umfrage ermittelt haben will. Grund dafür seien die großen Freiheiten, die flachen Hierarchien und die kreative Arbeitsatmosphäre, die es bei Konzernen bekanntlich nicht gibt.

Problem: Rechnet man das Ergebnis auf die Bevölkerung hoch, würden sich rund zwölf Millionen 18- bis 34-Jährige nach einer Stelle bei einem Start-up sehnen. Doch nur ein paar Hunderttausend machen sich jedes Jahr selbstständig – oft nur vorübergehend und ohne Mitarbeiter einzustellen. Es gibt also viel zu wenig potenzielle Arbeitgeber.

Doch womöglich lässt sich das Unglück der Generation Start-up noch abwenden: Der Umfrage zufolge können sich fast ebenso viele 18- bis 34-Jährige vorstellen, selbst ein Unternehmen zu gründen. Wer also keinen Job bei einem Start-up bekommt, startet halt selber.