Lebensmittelwerbung in den USA entwickelt sich zum juristischen Schlachtfeld. Dem Institute for Legal Reform zufolge wurden im vergangenen Jahr 171 Sammelklagen in diesem Bereich erhoben, fast zehnmal so viele wie noch 2008. Das Institut gehört zur Handelskammer, und lobbyiert seit Jahren gegen Sammelklagen und Verbraucherschutzprozesse. Die meisten Prozesse werden um Begriffe wie "natürlich" geführt oder darum, ob ein als "made in USA" beworbenes Produkt auch importierte Zutaten enthalten dürfe. Sehr beliebt seien neuerdings "Füllhöhen-Prozesse", deren Zahl sich innerhalb weniger Jahre vervierfacht habe. Nicht immer mit Erfolg: So scheiterten Ende 2016 zwei Großverfahren gegen Starbucks. Die Kläger hatten Entschädigung gefordert, weil die Cafékette ihnen eisgekühlte Getränke serviert hatte. Sie hätten nicht geahnt, dass wegen der Eiswürfel weniger Flüssigkeit im Becher sein könne.