Die Zahl fiel spät auf, offenbar zu spät, um beachtet zu werden. Am 28. September vergangenen Jahres, in einer langen Sitzung des Bundestages, fragte die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke den Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, Günter Krings, nach der Zahl der Flüchtlinge, die mit gefälschten Papieren nach Deutschland einreisten. Krings entgegnete, zu dieser Frage gebe es keine statistische Erhebung. Und ohnehin: Laut Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) "legen nur circa 40 Prozent der Asylsuchenden bei Asylantragstellung ein Identifikationsdokument vor".
Asylbewerber: Papiere, bitte
Mindestens 60 Prozent aller Asylbewerber kommen ohne Ausweisdokumente nach Deutschland, schätzt die Bundesregierung. Wie kann das sein?