Der Vater tobte. Sein Sohn hatte die Schule geschmissen und sich an einer Kunstakademie eingeschrieben. Doch dort stießen ihn die starren Lehrpläne und die öden Zeichenübungen ab, so wechselte er an eine Kunstgewerbeschule, die er anregender fand, und schuf Bühnenbilder für das Theater.

Auf seiner ersten Reise in die Kunstmetropole seiner Zeit begegnete er einem Stil, der ihn faszinierte.

Die Familie seiner Braut spendierte ihm eine zweite Kunstreise; nach seiner Hochzeit folgte eine dritte, wieder in die Stadt, in der die Malerei in immer neuen Stilen förmlich explodierte. Die kreative Aneignung der dort entwickelten Sicht- und Darstellungsweisen durchzieht sein vielfältiges Werk. Einer bestimmten Schule schloss er sich jedoch nie an, auch nicht der Gruppe, die sich um seinen besten Freund bildete. Zwar beteiligte er sich an den Ausstellungen dieser skandalumwitterten Künstlergemeinschaft, schrieb auch einen Beitrag zu ihrem bahnbrechenden Programm, hielt aber kritische Distanz zu ihren mystischen und symbolistischen Tendenzen.

Seine Werke sollten ein "Gesang von der Schönheit der Dinge" sein. Und sie feiern tatsächlich die Wirkungen des Lichts und die Vielfalt der Farben. Die menschlichen Figuren in seinen Bildern wirken dagegen oft wie abwesend.

Auf einer Nordafrika-Reise entstanden Aquarelle von subtiler Leuchtkraft, sie gehören zu den schönsten Schätzen der klassischen Moderne. In nur zehn Jahren schuf er ein imposantes Werk, dann wurde er früh Opfer in einem Völkermord. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 12:

Meret Becker, geboren 1969 in Bremen, ist sowohl Sängerin als auch Schauspielerin. Die Tochter von Monika Hansen und Rolf Becker wuchs – wie ihr Bruder Ben – unter Bühnenkünstlern auf, ihr Stiefvater war der 2013 verstorbene Otto Sander. Seit 2015 gibt sie die Berliner "Tatort"-Kommissarin Nina Rubin