Wir fahren fort mit "Kompetenter Rat von Koryphäen", Teil II: Beim ZEIT-Scrabble-Sommer und den allwöchentlichen Rätseln geht es nie um Taktik, sondern stets nur um die wertreichste Lösung. In ordinären Partien, auch bei Turnierspielen, ist das anders. Darauf verweist unsere Expertin Regula Schilling aus der Schweiz. "Der ertragreichste Zug muss nicht immer der beste sein", lautet ihr Rat. "Selbst einen 60-Punkte-Bingo gilt es zu überdenken, wenn dem Gegner dadurch bspw. ein neunfach zählender Begriff ermöglicht wird."

Das Ganze ist eine simple Rechenaufgabe, schließlich kann ein über zwei dunkelrote Prämienfelder platziertes Wort weit über 150 Zähler bringen.

Außerdem sollten Scrabbler immer darauf achten, welche Buchstaben auf dem Bänkchen übrig bleiben, "und lieber auf ein paar Punkte verzichten", so Schilling weiter, "um keinen Junk zurückzubehalten".

In der hier abgebildeten Situation kann man sich mit einem Wert in den 70ern zufriedengeben – oder, wie Jutta Wittmann neulich, mehr als 100 Punkte erzielen. Wie?

Lösung aus Nr. 12:

Die vom jedermann bekannten Verb "zinken" abgeleitete Form GEZINKTE brachte, auf 11A–11H platziert, insgesamt 76 Punkte

Es gelten nur Wörter, die im Duden, "Die deutsche Rechtschreibung", 26. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen. Die Scrabble-Regeln im Internet unter www.scrabble.de