Carla Bruni singt auf ihrem neuen Album den alten Tammy-Wynette-Hit Stand By Your Man, was Frankreichs Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy beruhigen dürfte. Brunis musikalische Ansage wirft die Frage auf, was deutsche Politstars zu hören bekämen, wenn ihre Partner singen könnten. Inge Schulz, die Frau von Martin, würde wohl die Stones-Klassiker Paint It Black und You Can’t Always Get What You Want neu interpretieren. Da aber brutaler Realismus der SPD noch nie Satisfaction gebracht hat, empfehlen wir den weltflüchtigen Hoffnungsschimmer Somewhere Over the Rainbow aus dem Zauberer von Oz.

Zu Joachim Sauer, der sich für den Beruf seiner Frau Angela Merkel bekanntlich nicht sonderlich interessiert, passen Mein Ding von Udo Lindenberg und die Stefan-Raab-Nummer Wadde hadde dudde da. Wenn Karin Seehofer Who’s That Girl? von den Eurythmics und Ingeborg Schäuble Das bisschen Haushalt von Johanna von Koczian sänge, wär das auch aufschlussreich. Schöner wäre noch, wenn Marcus Pretzell am 24. September überlegen müsste, mit welchem Doors-Song er Frauke Petry das AfD-Wahlergebnis mitteilen möchte: When the Music’s Over oder doch The End.