Wie die Pressestelle der Grünen mitteilt, bringt die Partei in diesen Tagen ein neues Aufbaupräparat auf den deutschen Markt. Das unter dem Produktnamen Sedativ forte vertriebene Mittel enthält altbewährte Substanzen in verbesserter Rezeptur nach Professor Dr. pol. med. Kretschmann. Der neue Wirkstoff beseitigt politische Anpassungsbeschwerden sowie Störungen im Bereich der kognitiven Opportunitätsbereitschaft. In einem therapeutisch breiten Spektrum blockiert Sedativ forte gesinnungsethische Impulse in der linken Hirnregion und entfaltet eine stark dämpfende Wirkung bei schmerzhaften Gewissensbissen sowie Moral- und Mitleidsaffekten.

Das Medikament beruht auf rein pflanzlicher Basis. Es lindert zeitnah die psychopolitische Reizbarkeit des Patienten und greift regulierend in sein Empörungszentrum ein. Sedativ forte eignet sich damit hervorragend zur symptomatischen Bekämpfung von Realitätsverweigerung und chronischer Unangepasstheit; pathologisch auffällige Abweichungen vom landestypischen Wähl- und Sozialverhalten werden mental nachhaltig korrigiert. Im Feldversuch führte die neue Rezeptur bereits nach kurzer Einnahmezeit zur dauerhaften Senkung von Kritikbereitschaft und ähnlichen Anomalien. Auch in resistenten Fällen zeigte sich nach Verabreichung des Wirkstoffs eine signifikant erhöhte Zustimmungsrate zu sozialen Standardnormen, Sachzwängen und Lebensrealitäten.

Laut Packungsbeilage wird Sedativ forte dreimal täglich vor den Mahlzeiten mit einem Glas bleifreien Leitungswasser eingenommen. Nebenwirkungen sind statistisch irrelevant. Vereinzelt kommt es zu Geschmacksstörungen, zeitweise auch zu Einschränkungen der zerebralen Autonomie oder Absenzen im kritischen Urteilsvermögen. Bekannt wurden Fälle von Arteriosklerose im Empathiebereich, Schwierigkeiten beim Scharfsehen sowie halluzinativer Wahrnehmung von Dingen, die nicht existieren. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Ansonsten darf Sedativ forte ohne vorherige ärztliche Abklärung bedenkenlos über längere Zeiträume eingenommen werden. Von der Einnahme wirkstoffgleicher Präparate anderer Parteien wird abgeraten. Die versehentliche Einnahme einer überhöhten Dosis ist sozial unbedenklich und führt lediglich zu Anfällen von Übelkeit und degenerativer Verstimmung. Diese Persönlichkeitsveränderungen sind entweder vorübergehender Natur oder bleiben bis zum

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