Im Kino zählt er zu den großen Malern. Jede noch so scheinbar nebensächliche Sequenz wird von ihm mit Hingabe komponiert, muss farblich und ästhetisch ins Gesamtbild passen und seinem hohen künstlerischen Anspruch genügen: "Ich bin ein visueller Mensch. Für mich ist eine Nahaufnahme eines Gesichts zehnmal kraftvoller und aussagekräftiger als ein Dialog." Kein Wunder, dass er seit nunmehr sieben Filmen auf "seinen" persönlichen Kameramann setzt; schließlich weiß der am besten, was der Meister will. Und hat sich wohl auch schon daran gewöhnt, dass es nie ein fertiges Drehbuch gibt. Denn der Regisseur schreibt erst in der Nacht zuvor, was tags darauf gedreht werden soll. So wird die Arbeit am Set gern zum Abenteuer, auch für jene Schauspieler, die ihn treu begleiten. Er improvisiert, verwirft, probiert aus. Gangster- oder Heldenepos, Lovestory oder Thriller. Und er wandert zwischen den Kontinenten.

Die Story? Nicht so wichtig, meint er. Was zählt, sind Stimmungen und Gefühle, ein magischer Moment. Dazu die Musik. Ein Kritiker sagt es so: "Man kann diese Filme einzeln genießen, aber sie enden niemals wirklich mit ihrem eigenen Abspann. Ideen und Figuren fließen in die anderen Filme über."

Längst glänzt da ein kompaktes Werk mit eigener Handschrift. Die Leidenschaft fürs bewegte Bild hat seine Mutter in ihm geweckt: Sie schleppte den erst Fünfjährigen mit ins Kino, mit sieben kannte der Junge schon die Filme von Fellini und Truffaut, obwohl er weit entfernt von Europa aufwuchs. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 21:

Greta Gustafsson aus Stockholm, bekannt als Greta Garbo (1905 bis 1990), wurde 1922 von Mauritz Stiller entdeckt. 1925 ging sie nach Hollywood, war unter Vertrag bei MGM. Sie verkörperte u. a. Mata Hari, die schwedische Königin Christine und die Kommissarin Ninotschka. Nach dem Ende ihrer Karriere 1942 lebte sie in New York