Ungewöhnliche Dinge geschahen in Pál Benkös Leben. Damit meine ich weniger, dass Donald Trump dem ungarisch-amerikanischen Großmeister 1994 bei einer Begegnung sagte, er selbst könne auch in ein bis zwei Jahren Großmeister werden, wenn er Schach studiere. Wir wissen mittlerweile, dass dies ganz normal ist.

Schier wundersam indes, dass Benkö den 19-jährigen Bobby Fischer, den schwierigsten aller Schachspieler, ohrfeigte und dieser ihn dennoch bis zum Ende seines Lebens respektierte.

Oder dass er beim Streit um ein Mädchen einen Boxchampion im eisernen Würgegriff festhielt, bis schließlich die herbeigerufene Polizei diesen befreien musste.

Oder dass im Haus des bald 89-Jährigen in Budapest, wohin er nach den amerikanischen Jahren zurückgekehrt ist, Ringe für Klimmzüge hängen – für einen wachen Geist in einem starken Körper.

Oder dass er nach einem missglückten Fluchtversuch 18 Monate in einem ungarischen Arbeitslager verbrachte.

Oder dass er in Ungarn mit einer Mathematikprofessorin ein "normales" Familienleben mit zwei Kindern (bis heute) führt(e) und gleichzeitig viele Amouren überall auf der Welt hatte, wofür Bobby ihn bewunderte.

Oder dass er, last, but not least, für die Website en.chessbase.com immer noch zu Weihnachten neue Probleme komponiert.

Und nun finde bitte Ihr junger Kopf heraus, wie in diesem Christbaumproblem Weiß nach einem überraschenden Schlüsselzug im zweiten Zug in allen Varianten matt setzt!

Lösung aus Nr. 21:

Welcher kraftvolle Zug krönte die weiße Belagerung der schwarzen Königsfestung?

Nach dem Turmopfer 1.Tg6! gab Schwarz schon auf. Er hat nur die Wahl zwischen Damenverlust und dem Matt nach 1...fxg6 2.Txh6+! (Turmopfer Nr. 2) gxh6 3.Dxh6