Wir sind zwar wieder wer. Aber eine Hegemonialmacht, an die sich andere so bequem anlehnen können, wie wir uns über die Jahrzehnte hinweg an die Amerikaner angelehnt haben, wird Deutschland nie werden. Allein schon deshalb nicht, weil wir kein politisches Personal mit Namen wie Reince Priebus haben. Auch keine Betsy DeVos. Bei uns reicht es halt immer nur zu einem Peter Tauber. Oder einer Julia Klöckner.

In einer ordentlichen Hegemonialmacht heißen die Menschen, die den Boss umschwirren, H. R. McMaster, Linda McMahon oder Steven Mnuchin.Und nicht Peter Altmaier, Beate Baumann und Wer Bistdunochmal. Selbst hauptamtliche Dummschwätzer flößen Respekt ein, solange sie sich Sean Spicer oder Kellyanne Conway nennen. Und wer noch nie einem Tillerson oder einem Bannon begegnet ist, wird kaum nachvollziehen können, wie man sich fühlt, wenn man dann sagen muss: "Angenehm, Heusgen." Deutschland hat erst dann das Zeug zum Hegemon, wenn der nächste Bundeskanzler nicht Martin Schulz heißt, sondern James Mattis. Oder zumindest Mike Pompeo. Zur Not geht aber auch David McAllister.