Er füllt mühelos Hallen und Stadien, ein etwas anderer Pop(ulär)star. Seit Jahrzehnten gelten seine Auftritte als Events, lösen nicht nur hierzulande Besucheransturm aus. Esprit und Humor zeichnen ihn aus, das hat sich weit herumgesprochen. Und so bietet er neben Erfahrung und Empathie, neben Wissen und Weisheit auch durchaus gute Unterhaltung auf der Bühne. Seine "Fans" erwarten das von ihm, und jene, die nicht ausharren wollen bis zur nächsten Tournee, reisen ihm gern mal bis in seinen abgelegenen Wohnort hinterher. Wer dort aber auf irgendeine Art von Wunder hofft, wird mit Sicherheit enttäuscht – dafür, das hat er mehrfach betont, ist er nicht zuständig: "Menschen mit Problemen suchen schnelle Lösungen ... das nenne ich unrealistisch." Sein Lebensweg war fast von Anfang an vorgezeichnet. Früh wurde er eingeschult, erhielt einen neuen Namen und eine umfassende, humanistisch und geistig geprägte Bildung. Die Eltern, einfache Bauern in der Provinz, sahen ihren Sohn seither nur selten. Schon im Teenageralter übernahm er Amt und Würden und einen Haufen Verantwortung. Er hat das gemeistert; der Beruf ist ihm Berufung. Nur wer ihn später beerben kann, steht jetzt wohl in den Sternen. Er selber vermutet, er sei womöglich der Letzte seiner Art. Steinalt und immer weiser will er daher werden hier auf Erden: "Laut den Ärzten, die meine physische Kondition geprüft haben, werde ich 100 Jahre alt. Laut meinen Träumen werde ich 113 Jahre alt."

Und natürlich hofft er, dass er eines Tages noch erleben kann, wie sich seine schönste Vision erfüllt. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 27:

Der Häuptling der Hunkpapa-Lakota-Sioux, Sitting Bull (um 1831 bis 1890), war bei der Schlacht am Little Big Horn 1876 wohl nicht dabei. Mit etwa 3000 Leuten seines Stammes floh er 1877 nach Kanada und kehrte 1881 freiwillig zurück. 1885 trat er in Buffalo Bills Wildwest-Show auf. Ausgerechnet Indianer-Polizisten erschossen ihn