Am Mittwoch vergangener Woche erhält das Rettungsschiff Iuventa einen Funkspruch: Die italienische Küstenwache erteilt dem Kapitän die Order, unverzüglich die Insel Lampedusa anzusteuern. Die Iuventa gehört zu Jugend Rettet, einer deutschen Organisation, die Spenden sammelt, um Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Das Boot verteilt vor der libyschen Küste Rettungswesten an Menschen in Seenot, bis größere Schiffe zu Hilfe eilen. 14.000 Menschen hat die Organisation bislang nach eigenen Angaben gerettet. Seit Mittwoch aber wird sie verdächtigt, mit libyschen Menschenschmugglern unter einer Decke zu stecken.
Jugend rettet: Retter oder Schlepper?
Die Organisation Jugend Rettet wird beschuldigt, Migranten zu schmuggeln. Die Beweise sind umstritten, der Fall ist brisant.