Sie heißen "Bauch- und Rückenmaschine" oder "Ganzkörper Krafttrainer". Sie stehen in Fitnessstudios und ziehen die Hamburger an. 331.000 Einwohner dieser Stadt sind in Einrichtungen angemeldet, die früher abschätzig "Muckibuden" genannt wurden. Das ist fast ein Fünftel der Bevölkerung und ein Rekord in Deutschland.

Man könnte jetzt aufschreien: Katastrophe! Die Menschen machen keinen klassischen Teamsport mehr, sondern lungern nur noch einsam an diesen Geräten herum. Aber das verkennt den hohen Wert dieser Studios für die Gesellschaft. Fitnessstudios begeistern die Arbeitgeber. Die Angestellten wetzen nicht um sechs aus der Firma, weil sie um sieben am anderen Ende der Stadt Mannschaftstraining haben. Sie können bis 23 Uhr schuften und haben dann noch die Möglichkeit, entspannt zum Workout zu schlendern.

Fitnessstudios erleichtern das Leben der Anwohner. Kein Lärm schallt von ihnen herüber, keine Kinder, die schreien, keine Bälle, die an Pfosten oder Häuserwänden scheppern. Selbst der Vereinssport sollte sich – zumindest im Stillen – freuen. Die Wartelisten sind bei vielen Vereinen lang, und der Raum für neue Trainingsgelände ist beengt. Umso besser, wenn ein paar Kids die Bank neben dem Fußballplatz gegen die Hantelbank eintauschen.