Seinen leiblichen Vater lernte er nie kennen. Er wuchs bei einem Stiefvater auf, einem Postangestellten, der für ihn und seine schulische Bildung sorgte. Ein Jahr lang arbeitete er für Zeitungen und Rundfunk, dann trat er widerwillig seinen Wehrdienst an. Er wurde Bordfunker und überlebte den Abschuss seines Flugzeugs mit traumatischen Folgen.

Sein Studium und seine akademische Karriere verliefen unauffällig: Er wurde promoviert und unterrichtete dreißig Jahre lang als Assistenzprofessor englische Literatur und kreatives Schreiben an einer Provinzuniversität. Auffällig waren allenfalls seine vier Ehen, die erste und kürzeste ging er mit 19 Jahren ein, die letzte hielt dafür 35 Jahre.

Schon während seines Studium hatte er Lyrik und Prosa zu schreiben begonnen. Doch seine Veröffentlichungen gingen im Büchermeer unter, auch wenn sein letzter Roman eine renommierte Auszeichnung erhielt. Selbst diese kunstvoll in drei Teile gegliederte Lebens- und Herrschaftsgeschichte, zusammengesetzt aus fiktiven Briefen, Memoiren und Tagebüchern, rettete sein Werk nicht vor dem Vergessen. Mehr als zehn Jahre nach seinem Tod entdeckten ihn plötzlich Kritik und Leser. Vor allem drei Romane, mittlerweile in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt, etablierten ihn als unbestrittenen Meister des spannenden Erzählens in einer genau ausgewogenen, präzisen Sprache. In einem Interview hatte er Literatur als Unterhaltung verteidigt, denn Lesen ohne Spaß sei dumm. Daran hatte er sich gehalten.

Wer war’s?

Lösung aus Nr. 34:

Shakira Isabel Mebarak Ripoll, geboren am 2. Februar 1977 in Barranquilla (Kolumbien), zählt weltweit zu den erfolgreichsten Pop- und Latinrock-Sängerinnen. Mit ihrer Stiftung "Pies Descalzos" (nackte Füße) finanziert die Unicef-Botschafterin Schulen für mehr als 6.000 Kinder in den ärmsten Regionen Kolumbiens. Shakira ist mit Barcelonas Fußballstar Gerard Piqué liiert