Es gab kaum einen Mann von der kleinen Insel, der nicht zur See fuhr. Er war keine Ausnahme, obwohl er als gelernter Kartograf auf dem Festland eine bezahlte Arbeit gefunden hatte. Gleich vielen Zeitgenossen glaubte er an eine einfache und schnelle Passage in den Fernen Osten, die den mühseligen Weg um Afrika erübrigen würde. Und er wollte diesen Seeweg finden.

Mit drei kleinen Schiffen stach er in See als Navigator und Kartograf des Unternehmens. Obwohl er sein Ziel nicht erreichte, war seine erste Reise ein hoffnungsvoller Auftakt. Er entdeckte eine lang gestreckte Doppelinsel, machte unangenehme Bekanntschaft mit einem Raubtier und stieß auf eine große Kolonie dicker Meeressäuger.

Seine zweite Reise, dieses Mal mit sechs voll beladenen Frachtschiffen, scheiterte am Packeis. Die Flotte kehrte ohne Verluste zurück, doch die Fahrt wurde als teurer Fehlschlag verbucht.

Auf der dritten Reise kommandierte er zwei kleine Schiffe, entdeckte eine abgelegene Insel und eine Inselgruppe, trennte sich vom zweiten Schiff und strandete, vom Eis eingeschlossen, an der Nordostspitze der Doppelinsel. Aus dem Holz des Schiffs baute die Mannschaft eine Winterhütte. Bis auf einen Schiffsjungen überstanden er und seine Leute den harten Winter. Von Skorbut geschwächt, brachen die Überlebenden im Frühsommer in zwei Booten nach Süden auf. Die meisten seiner Gefährten erreichten nach acht Wochen das Festland, er starb schon am siebten Tag der Fahrt beim Kartenstudium.

Seinen Namen finden Sie dreimal in einschlägigen Atlanten. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 36:

Steve McCurry, geb. 1950 in Philadelphia, mehrfach preisgekrönter Fotograf und Fotoreporter, sein Porträt "Afghanisches Mädchen" ging um die Welt. Er hatte die junge Frau mit den faszinierend grünen Augen 1984 in einem Flüchtlingslager aufgenommen, 2002 konnte er ihre Identität ermitteln – Sharbat Gula wusste bis dahin nicht, wie berühmt sie war