Frohe Kunde! Die irische Fluglinie Ryanair wird ab nächstem Jahr fünf neue Ziele von Hamburg aus anfliegen: Oslo, Venedig, Marrakesch, Sevilla und Edinburgh. Tolle Orte, niedrige Preise. Alles wunderbar, oder? Nein, denn eine der Städte bereitet Probleme. Mit der Aussprache. Man packt seine Tasche (die kleinste natürlich, sonst muss man gleich bei der Gepäckkontrolle einen saftigen Aufpreis zahlen), wirft sie sich lässig über die Schulter, geht zur S-Bahn, auf dem Weg noch mal kurz die Mutter anrufen: Hey Mama, wir fliegen spontan in den Urlaub, diesmal nach ... ja wie spricht man das jetzt aus? Edinburg? Edinböööööörg? Edinbrooooo? Edinboooorrroooo? Edinburrah?

In einer derart misslichen Lage hilft nur eins: ein befreiend einfacher Spitzname. Wie haben es die Deutschen mit dem nicht ganz unkomplizierten Doppel-L im Spanischen gemacht? Einfach eingemeindet, und schwups wurde aus Mallorca das vertraute Malle.

Ähnlich könnten die Hamburger bald mit der schönen schottischen Metropole umgehen, wenn sie zu ihrer Mutter am Telefon sagen: Mama, wir fliegen nach Edi. Das Highland-Marketing wird es ihnen danken.