Er ist der kleine Bruder, zwei waren vor ihm da. Aber eigentlich wirkt er wie der große Bruder: weil er ein Hüne ist, weil er die steilste Karriere gemacht hat – und weil er die Ruhe in Person ist. Für seine Kollegen ist er damit eine sichere Bank. Einer, der die Schusseligkeiten der anderen im letzten Moment ausbügelt, geerdet bis in die Zehenspitzen. Auch bei Interviews redet der Vater zweier Töchter stets sehr bedächtig, selbst wenn es zuvor heiß herging.

Er war wohl schon als Kind so, habe sich für kein Fach begeistern können, erinnert sich die Klassenlehrerin, habe eher stoisch den Unterricht abgesessen. Ihn faszinierte nur die eine Sache, die er mit den Brüdern teilen konnte. Die drei leben in derselben Stadt, lernen sich aber erst besser kennen, als er acht Jahre alt ist – die Wende in seinem Leben. Aus bürgerlich behütetem Milieu kommend, will er beweisen, dass auch er in der "Bronx" bestehen kann. "Ich war schüchtern", sagt er, "aber dann habe ich mich verändert."

Von nun an verfolgt er sein Ziel. Und erreicht es, wird Titelträger, Millionär. Einer zum Vorzeigen nach dem Motto "Ich hab’s geschafft, das könnt ihr auch, wenn ihr euch anstrengt". Und da er ja noch eine kleine Schwester hat, ist er doch auch ein großer Bruder. Beliebt bei allen (bis auf den einen, der sich mit einer dummen Bemerkung schön blamierte), bewundert für coole Outfits und heute so berühmt, dass der "persönliche Tätowierer" in seiner Geburtsstadt dank ihm ebenfalls Promistatus genießt. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 39:

Semiramis, wohl eine assyrisch-babylonische Königin, um 800 v. Chr. Die Legenden über sie stammen u. a. von Herodot, Diodor, Athenagoras von Athen und der frühen armenischen Geschichtsschreibung. Die "Hängenden Gärten der Semiramis" waren nicht ihr Werk und befanden sich nicht in Babylon, sondern in Ninive