Als der Schachgroßmeister Lothar Schmid einst nach dem Sieger seiner Simultanpartie gegen den Bundeskanzler Helmut Schmidt gefragt wurde, sagte er nur: "Schmid(t)." Diese kurze, lakonische Antwort offenbart auch ein Dilemma des Allerweltsnamens Schmid(t) – er fällt nicht auf, und sein Träger kann leicht in Vergessenheit geraten.

Just dies geschah mit Paul Felix Schmidt (1916 bis 1984), einem ehemaligen Weltklassespieler. Diesem Mangel half nun der Schachhistoriker Michael Negele mit einer liebevoll gemachten Biografie ab, zu der auch eine Tochter Schmidts wesentlich beitrug. Der Deutschbalte Schmidt wird ebenso wie Paul Keres 1916 im estnischen Narva geboren. Die Familie ist schachbegeistert, bald kämpft er mit dem in die Weltspitze vorstoßenden Esten Keres um die Vorherrschaft in Estland.

Durch den Zweiten Weltkrieg kommt es aber zu etlichen "Rochaden" in seinem Leben. Der Chemiestudent wird deutscher Sanitätssoldat, vom Großdeutschen Schachbund wird er als heimgekehrter Volksdeutscher und neuer Spitzenspieler begeistert begrüßt und feiert auch hier teilweise große Erfolge.

1952 geht der polyglotte, inzwischen magna cum laude promovierte Chemiker (wie sein Biograf!) mit seiner jungen Familie in die USA und wird dort zu einem Pionier der Halbleitertechnik, Schach tritt in den Hintergrund. 1946 gelang ihm gegen seinen Vater wohl eine fantastische Kombination. Wie setzte Weiß mit einem "Opferhagel" in 11 Zügen matt?

Lösung Nr. 39:

Wie erzwingt Weiß am Zug ein Matt in vier Zügen?

Nach 1.De6! verbietet sich 1...Sxe6 wegen 2.Lb3 matt. Also 1...Df1 2.Lc6+ Db5 3.Dd5! Weiße Dame und Läufer tauschten die Plätze, zu seinem Unglück ist Schwarz am Zug: 3...Dxc6 4.Dxc6 matt oder 3...Sb3+ 4.Dxb3 matt