In zehn Tagen wählt Österreich, und plötzlich erinnert der Wiener Bundeskanzler Christian Kern an einen Zauberlehrling, der die bösen Geister, die er rief, nicht mehr loswerden kann. Seit Wochen verfolgen ihn schon peinliche Enthüllungen aus dem Innenleben seines Wahlkampfteams, nun wird wohl ein besonders dicker Eklat seinen Ambitionen, weiterhin die Regierung anzuführen, endgültig den Garaus machen. Es flog auf, dass sich in seiner Truppe politische Söldner eingenistet hatten, die systematisch Sudelpropaganda gegen Sebastian Kurz, den konservativen Herausforderer des Sozialdemokraten, betrieben. Das kostete Kerns Wahlkampfleiter den Job und raubt dem Parteichef die Glaubwürdigkeit. Entweder ließ er mit schmutzigen Tricks für sich Stimmung machen, oder er verlor die Kontrolle über die eigene Mannschaft.
Österreich: Der Todesstoß
In Österreich zeichnet sich ein Machtwechsel ab.