Als ich zu Wochenbeginn erfuhr, dass Forscher erstmals sowohl Gravitationswellen als auch Lichtsignale von einer kosmischen Kollision aufgefangen haben, war meine erste Reaktion: Wie – haben die Jamaika-Sondierungen schon begonnen? Da war von einem "neuen, hellen Punkt" die Rede (Vierer-Koalition), von "unvorstellbarem Druck" (Angela Merkel), vom "Todestanz am Südhimmel" (Horst Seehofer), von der "Light-Version Schwarzer Löcher" (Markus Söder), vom "Verschmelzen" (Katrin Göring-Eckardt und Wolfgang Kubicki) – und von einem "extrem komprimierten Objekt" von "enormer Masse", das am Ende übrig bleibe. Stimmt. Schließlich wiegt ein Teelöffel Koalitionsvertrag bereits exakt vier Luftschlösser.

Stutzig machte mich jedoch, dass der "Beginn einer neuen Ära" festgestellt wurde. Schließlich gibt es Jamaika ja schon in Schleswig-Holstein und in der Karibik. Irritierend war auch "das Wackeln der Raumzeit" – so schwer ist Peter Altmaier nun auch wieder nicht, dass er das auslösen könnte. Restlos überzeugt, dass es sich bei den Neuigkeiten keinesfalls um den Beginn der Jamaika-Sondierungen handeln kann, war ich aber erst, als ich las, was bei einer kosmischen Kollision entsteht: Gold.