Thomas Fischer, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im April Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, gehört zweifellos zu den bekanntesten Autoren von ZEIT und ZEIT ONLINE. Berühmt wurde er durch seine radikale Kolumne "Fischer im Recht". Kritisch, wortgewaltig und voller Witz setzt er sich mit aktuellen rechtlichen und politischen Fragen auseinander. Die Liste seiner Themen ist beeindruckend, die Bandbreite seines Wissens erstaunlich.

Kaum ein Autor wühlt die Leserschaft der ZEIT so sehr auf wie der Strafrichter Fischer – egal, ob er über die feministische "Nein heißt Nein"-Kampagne schreibt, über die Oberflächlichkeit der Journalisten oder den explosiven G20-Gipfel. Und Fischer streitet nicht nur, er greift auch ein. Ende August stellte er Strafanzeige gegen den AfD-Politiker und Juristen Alexander Gauland wegen Volksverhetzung – nach dessen rassistischen Äußerungen über die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Aydan Özoğuz.

Nur wenige Tage später sah sich Fischer mit zehn Morddrohungen und einem Vielfachen an Beschimpfungen konfrontiert. Seine Kritiker werfen ihm vor, derart brutale Reaktionen wissentlich herauszufordern. Doch schneller als die Schar seiner Feinde wächst die Zahl seiner Leser. Manche vergleichen ihn schon mit Cicero, mit Tucholsky oder Karl Kraus. Die Schriftstellerin Juli Zeh schreibt über ihn: "Ein heilsames Gegengift gegen den öffentlichen Schwachsinn, Aufklärung vom Feinsten: Thomas Fischer gehört zu den wichtigsten Denkern des Landes."

Über welches Thema wollen Sie mit Thomas Fischer am ersten Unter-Freunden-Abend streiten? Über die AfD? Über den Einfluss des Feminismus auf die Rechtsprechung? Über die Terrorgefahr? Oder über die neuesten Verschärfungen des Strafrechts?

Schicken Sie uns Ihre Themenvorschläge an freunde@zeit.de – Thomas Fischer wird sich besonders interessante Ideen heraussuchen und Antwortplädoyers vorbereiten. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion mit Ihnen, auf die Wiederbelebung einer echten demokratischen Streitkultur. Weitere Abende sollen folgen.