Ein abtrünniger Mönch nannte ihn "Blutsäufer". Wegen seiner Energie und Durchsetzungskraft gaben ihm andere den Übernamen "Der Schreckliche". Er stammte aus einer ärmlichen Familie, wurde Geistlicher – sicher nicht aus Berufung – und verwendete schon früh die Einkünfte aus Ämtern für den Erwerb von Kunstwerken und Palästen. Auch als er einen hohen Rang bekleidete, war sein Lebenswandel so sittenlos wie der seiner Umgebung aus hartgesottenen Kriegsleuten, unter denen er durch seine militärischen Erfolge Anerkennung gewonnen hatte.

Nach der intrigenfreien Wahl zur höchsten Würde führte er jedoch ein untadeliges Leben. Als Erstes kümmerte er sich um die Sicherung seines Staates, danach erst sollte die geistige Erneuerung kommen.

In einem Krieg gegen abtrünnige Städte und zwei ihn bedrängende Staaten ging er gnadenlos vor. Seine Feinde in zwei Städten ergriffen die Flucht, als sie ihn mit einem lächerlich kleinen Heer, aber mit der gesamten hohen Geistlichkeit anrücken sahen.

Ein übermächtiger Gegner dagegen brachte ihn in ernste Bedrängnis. Dass er davonkam, verdankte er Söldnern aus einer unwirtlichen Gegend, angeführt von einem Kardinal.

Für seinen Nachruhm sorgte er nach seiner Wahl: Er gab ein grandioses, nie vollendetes Grabmal in Auftrag, das seine Majestät und die Bedeutung seines Amtes vor Augen führen und im Zentrum eines gigantischen Neubaus stehen sollte. Für seine Vorhaben gewann er die bedeutendsten Künstler und spornte sie zu glanzvollen Kunstwerken an. Wer war’s?

Lösung Nr. 44:

Hergé oder Georges Prosper Remi (1907 bis 1983) gilt als Vaterfigur der belgisch-europäischen Comic-Kultur und entwickelte die "Ligne claire". Der Erfinder von "Tim und Struppi" verließ seine Brüsseler Heimat fast nie, nur seine Helden reisten um den Globus bzw. auf den Mond. Von 1929 an entstanden 24 Bände, Band 25 blieb unvollendet