Mit 14 war sie Vize-Weltmeisterin, mit 16 Weltmeisterin, und seitdem ist sie unangefochten die beste Spielerin der Welt. Und ähnlich wie einst die Ungarin Judit Polgár (41) beschloss die Chinesin Hou Yifan (23) vor einem Jahr, nur noch gegen Männer zu spielen. Doch im Unterschied zu dieser sucht die äußerst sympathische Chinesin auch ein Leben außerhalb des Schachs: "Ich möchte ein reiches und vielfältiges, kein enges Leben haben."

So hat sie, gegen ausdrücklichen Rat, an der renommierten Peking University das Studium "Internationale Beziehungen" 2016 erfolgreich abgeschlossen und sich für ein sozial ausgerichtetes Masterprogramm an der University of Chicago beworben. Wenn da nur nicht auch der schachliche Ehrgeiz wäre! Wie sagt doch Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik: "Sie hat nie wie die besten Männer der Welt hart an ihrem Schach gearbeitet und trotzdem so viel erreicht. Sie muss nicht rechnen, um gute Züge zu machen – sie fühlt sie. Das ist ein Beweis von großem Talent. Aber wenn sie in der Weltelite der Männer mitspielen will, muss sie sich entscheiden: entweder Studium oder Schach!" Doch noch will Hou Yifan alles haben: Schach und Studium und Familie. Vielleicht hilft ihr in diesem Dilemma ja ihr Riesenerfolg beim Traditionsturnier in Biel, wo sie vor etlichen Spielern der Weltelite Siegerin wurde.

Mit welchem unscheinbaren, "kleinen" Zug bewog sie als Weiße Étienne Bacrot (Frankreich) zur Aufgabe?

Lösung Nr. 44:

Mit welchem Donnerschlag konnte Schwarz überraschend gewinnen?

Nach dem Damenopfer 1...Dxc6+! 2.Dxc6 (2.Kxc6 Tc2+!) Td6! gab Weiß auf, weil nach 3.Dxd6+ Kxd6 4.exf7 Ke7 sein Freibauer gestoppt ist, während der schwarze auf f4 zu einer neuen Dame läuft