Keine Idee für ein Geschenk? Dann bekommt der oder die Glückliche zu Weihnachten halt einen Gutschein, etwa für einen Internet-Händler, und kann sich selbst etwas aussuchen. Aber Vorsicht: Ein 50-Euro-Gutschein ist nicht dasselbe wie ein 50-Euro-Schein.

Die Gültigkeit solcher Gutscheine begrenzt das Bürgerliche Gesetzbuch nämlich grundsätzlich auf drei Jahre. Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde – ein Weihnachtsgutschein von 2017 ist also bis Ende 2020 gültig. Der Händler kann eine kürzere Frist setzen, aber nicht beliebig – so ist etwa ein Jahr für einen Amazon-Gutschein unangemessen kurz, hat das Oberlandesgericht München 2008 entschieden.

Selbst nach Ablauf der aufgedruckten Gültigkeit – und vor dem Ende der Dreijahresfrist – ist der Gutschein nicht wertlos. Schließlich hat jemand echtes Geld dafür bezahlt. Dieses Geld kann man zurückverlangen, abzüglich des Gewinns, den der Händler gemacht hätte. Mehr als 25 Prozent dürfen das aber nicht sein.

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