Die Depots der Museen quillen über, und dennoch ist ihr Bedarf an neuer Kunst groß. Moderne Museen sammeln vom 20. Jahrhundert an bis zu den aktuellsten Strömungen. Doch viele europäische Institutionen können gerade zeitgenössische Kunst nicht mehr bezahlen. Ihre Etats schrumpfen. Gleichzeitig steigen die Preise für junge Kunst, weil Sammler vermehrt investieren. Hilfe für die schwächelnden Häuser kommt von privaten Initiativen wie Phileas. 2014 hat sich die Wiener Organisation gegründet, um österreichische und internationale Künstler in Österreich bei Projekten finanziell zu unterstützen. Eine Schenkung von 17 Werken ging gerade erst an das Wiener Museum für Moderne Kunst. In Deutschland gibt es mit Outset Germany_Switzerland ein ähnliches Modell. Auch diese Organisation kauft Kunst für die Öffentlichkeit wie jüngst vier Arbeiten auf der Messe Art Düsseldorf – die sie an die Hamburger Kunsthalle weitergereicht hat. Was die Mitglieder, die bei Phileas bis zu 15 000 Euro jährlich zahlen, antreibt? Niemand von ihnen möchte sich fest an einen Freundeskreis binden, wie ihn fast alle Museen pflegen. Aber alle wollen mit Kunst zu tun haben. Und nicht zuletzt geht es bei der Philantropie in solch exklusiven Zirkeln auch darum, Kontakte aufzubauen und zu pflegen.