1. Januar: Im Istanbuler Nachtclub Reina erschießt ein Attentäter 39 Menschen. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamiert die Tat für sich. Es ist der erste von bislang rund 60 islamistischen Anschlägen in diesem Jahr.

17. Januar: Im zweiten Verfahren gegen die rechtsextreme NPD entscheidet sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen ein Verbot.

Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke bezeichnet das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" und fordert eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad".

20. Januar: Donald Trump tritt als 45. Präsident der Vereinigten Staaten sein Amt an. In seiner Inaugurationsrede wiederholt er sein Versprechen, Amerika "great again" zu machen, und seine Forderung "America first!". Tausende demonstrieren in den Wochen danach in den USA und anderen Ländern gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus.

27. Januar:Trump unterzeichnet die erste Version seines Einreiseverbots für Bürger von sieben muslimischen Staaten. Schon wenige Tage später wird es, nach tumultartigen Szenen an den Flughäfen, von einem Bundesrichter gekippt. Bis jetzt konnte Trump die Regelung nur in Teilen durchsetzen.

29. Januar: Der SPD-Parteivorstand nominiert Martin Schulz als neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Sigmar Gabriel verzichtet auf beide Funktionen. In den folgenden Wochen legt die Partei in Umfragen deutlich zu und gewinnt Tausende neue Mitglieder. Die Schulz-Begeisterung kennt keine Grenzen.

31. Januar: Die rumänische Regierung verabschiedet eine Eilverordnung, die Hunderten wegen Amtsmissbrauch angeklagten Politikern Amnestie gewährt. Mehrere Hunderttausend Bürger protestieren daraufhin wochenlang gegen ihre Regierung.

Ende Januar: Während die EU über eine Kooperation mit Libyen in der Flüchtlingsfrage berät, kritisieren deutsche Diplomaten die Bedingungen in libyschen Lagern; es herrschten dort "KZ-ähnliche Zustände".

12. Februar: Die Bundesversammlung wählt den bisherigen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum neuen Bundespräsidenten.

15. Februar: Das Europaparlament in Straßburg stimmt dem Freihandelsabkommen Ceta mit Kanada zu. Im September tritt es in Kraft.

20. Februar: Die Vereinten Nationen rufen für den Südsudan den Hungernotstand aus.

15. März: Die Niederländer wählen ein neues Parlament. Die konservativ-liberale Volkspartei von Ministerpräsident Mark Rutte wird mit 21,3 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der Ein-Mann-Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders (13,1 Prozent). Die Regierungsbildung wird sich bis zum Oktober hinziehen.

22. März: Ein islamistischer Attentäter fährt in eine Menschenmenge auf der Westminster Bridge in London. Sechs Menschen sterben.

29. März: Brexit – Großbritannien leitet seinen Austritt aus der Europäischen Union ein. In zwei Jahren soll der offizielle Austritt erfolgen.

3. April: Bei einem islamistischen Selbstmordanschlag in der St. Petersburger Metro kommen 14 Menschen durch einen Sprengsatz ums Leben.

7. April: Nachdem das syrische Regime Giftgas gegen Zivilisten eingesetzt hat, lässt US-Präsident Donald Trump den Militärflugplatz Al-Schairat bombardieren.

In Stockholm tötet ein islamistischer Attentäter fünf Menschen, als er mit einem Lkw in eine Fußgängerzone fährt.

16. April: In der Türkei wird über die Einführung des umstrittenen Präsidialsystems abgestimmt, das dem amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan quasidiktatorische Vollmachten verleihen soll. 51,4 Prozent stimmen türkischen Angaben zufolge mit Ja. Weil deutsche Stellen türkische Wahlkampfveranstaltungen abgesagt hatten, warf Erdoğan der Bundesregierung "faschistische Methoden" vor.

26. April: Der Skandal um den Oberleutnant Franco A., der verdächtigt wird, mit Komplizen Anschläge auf Politiker geplant und Weltkriegsdevotionalien gehortet zu haben, löst eine Debatte über die Bundeswehr aus. Im November wird Franco A. aus der Haft entlassen.