Druck von rechts

Christoph Blocher sitzt im Salon einer Abbruchvilla in Herrliberg am Zürichsee. Kitschig-weiße Stühle, rot gepolstert. Es ist sein provisorisches Büro. Der Milliardär und Chefstratege der Schweizerischen Volkspartei (SVP) spricht über seine Schweiz, seinen Kampf gegen einen EU-Beitritt und, aber nur ungern, über seinen neuesten Job: über Blocher, den Medienunternehmer.

Steht in der Schweiz eine Zeitung zum Verkauf, wackelt irgendwo ein Chefredakteursstuhl, oder versucht, wie zurzeit gerade, eine Volksinitiative dem öffentlichen Rundfunk sämtliche Gebührengelder zu streichen, so fällt zuverlässig sein Name: Christoph Blocher. Er übernimmt das Blatt und bringt es auf Kurs, seinen nationalkonservativen Kurs.

Sein Name fällt auch, wenn es um die Neue Zürcher Zeitung geht, die wichtigste und traditionsreichste Tageszeitung des Landes. Die "alte Tante" zu übernehmen, das würde Blochers Kampf gegen das freisinnige Establishment krönen, dem er sein politisches Leben gewidmet hat. "Das mache ich nur nebenbei", sagt der 77-jährige Milliardär, wenn man ihn auf seine Investments in den Schweizer Medien anspricht. Doch das ist eine krasse Untertreibung: Die Basler Zeitung gehört ihm zu einem Drittel, kürzlich hat er 25 Gratis-Anzeiger gekauft; mit ihnen erreicht er 800.000 Leser. Und Ende 2014 sollte Markus Somm, Chefredakteur der Basler Zeitung und Blocher-Biograf, nach Zürich wechseln, ins Eckbüro der Neuen Zürcher Zeitung. Mit dem Somm-Manöver habe er nichts zu tun gehabt, sagt Blocher. Aber, meint er vielsagend, "ich hätte der NZZ einen guten Chefredakteur gegönnt". Somm kam schließlich nicht, die Redaktion wehrte sich erfolgreich dagegen. Es war ein Pyrrhussieg. Denn einen neuen Chef hat die NZZ trotzdem erhalten: ihren altgedienten Redakteur Eric Gujer. Und mit René Scheu gleich einen neuen Feuilletonchef dazu. Statt die Gemüter wie geplant zu beruhigen, entfachte das neue publizistische Führungsduo eine Kulturrevolution im 237 Jahre alten Haus.

Unter ihnen sei die Neue Zürcher Zeitung deutlich nach rechts gerückt, sagen ihre Kritiker. Auf Druck von politischen Kreisen sei dies geschehen, schreibt die Branchenpresse. Der neue Chefredakteur habe das Betriebsklima zerstört, beklagen Mitarbeiter. Das Blatt ist endlich wieder auf Kurs, sagen die Aktionäre, der Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung – und mancher Leser. Zum Beispiel Christoph Blocher. Ihm gefällt die neue NZZ: "Unter Chefredaktor Eric Gujer ist sie etwas besser geworden", sagt er.

Die Neue Zürcher Zeitung durchlebt, wie alle Schweizer Tageszeitungen, schwierige Zeiten. Der Markt im viersprachigen Land ist klein, nur fünf Millionen potenzielle Leser sprechen Deutsch. Die Auflage der NZZ ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken, von 140.000 (2010) auf 115.000 (2017). Auf diesem Niveau hat sie sich inzwischen eingependelt. Die Anzeigen brechen trotzdem weg, allein im ersten Halbjahr 2017 um elf Prozent. Das war mehr als prognostiziert und gleich viel wie im ganzen Vorjahr.

Andere Schweizer Verlagshäuser wie Ringier mit seiner Boulevardzeitung Blick oder Tamedia mit dem Tages-Anzeiger und seiner Gratiszeitung 20 Minuten gleichen heute digitalen Warenhäusern, die nebenbei noch Newsportale unterhalten und Zeitungen herausgeben. Sie machen ihr Geld mit Online-Marktplätzen, Stellenportalen oder Events. Dafür spart Tamedia in seinen Newsrooms. Diesen Herbst legte der Konzern die Redaktionen seiner Tages- und Sonntagszeitungen zusammen. Ab dem neuen Jahr wird eine nationale Mantelredaktion aus Zürich über Innenpolitik, Wirtschaft, Sport und Kultur berichten, die Auslandsberichterstattung übernimmt das Haus bereits heute größtenteils von der Süddeutschen Zeitung.

Bei der Neuen Zürcher Zeitung hingegen heißt es: Die Publizistik ist unser Geschäft. Dahinter steckt die Überzeugung, dass auch in einer digitalen Zukunft Nachfrage nach einem "von Sonderinteressen unabhängigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Organ von hoher Qualität" besteht. So steht es in den Statuten der AG für die Neue Zürcher Zeitung. Deren Verwaltungsrat machte aus der ökonomischen Not eine Tugend: Allzu lange hatte es die NZZ verschlafen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Ob Gratiszeitung oder Online-Rubriken-Inserat: Alles wurde dem Haus angeboten. Aber man glaubte, man habe das nicht nötig. Schließlich war man die NZZ: eine Institution, bei der nur Aktionär werden kann, wer entweder FDP-Mitglied ist oder sich zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung bekennt. Und auch von ihren Redakteuren verlangte die NZZ seit je einen liberalen Kompass.

Will die Zeitung rechte Echokammern bedienen?

Die Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann war vier Jahre lang Präsidentin der Personalkommission der NZZ. In dieser Rolle hat sie zwischen Management und Angestellten vermittelt. Im September hat Hürlimann gekündigt, nachdem sie den Job als Korrespondentin am Schweizer Bundesgericht nicht erhalten hatte. Es war die Begründung, die sie erzürnte: Sie sei "zu wenig formbar", ihre persönlichen und politischen Überzeugungen seien zu wenig "bürgerlich", und – Brigitte Hürlimann lacht noch immer ungläubig, wenn sie das erzählt – sie sei nicht genug qualifiziert, schreibe ohnehin zu schlecht. Hürlimann, die in ihren 24 Jahren bei der NZZ, zwölf davon fest angestellt, drei Journalistenpreise gewonnen hat, sagt: "Was ich fachlich mitbringe, meine Erfahrung, meine Qualifikation, das ist plötzlich alles unwichtig. Es zählt nur noch, ob ich politisch auf Linie bin." Deswegen habe sie sich entschlossen zu gehen.

Hürlimann war nicht die Einzige, die ging. Im Feuilleton hat seit 2015 fast die Hälfte der Redakteure die Zeitung verlassen. Auch drei langjährigen fest angestellten Kulturkorrespondenten, die aus Berlin, Paris und New York berichteten, wurde gekündigt. Ebenso der langjährigen Mitarbeiterin Sieglinde Geisel, die nach dem Führungswechsel in der Redaktion ein "Klima der Angst" und der "vorauseilenden Selbstzensur" erlebt haben will. Als die neuen Chefs Ende Oktober überdies auch noch den im gesamten deutschsprachigen Raum bekannten Redakteur für Geisteswissenschaften Uwe Justus Wenzel entließen, solidarisierten sich renommierte Wissenschaftler mit ihm. Jan-Werner Müller, der deutsche Populismusforscher aus Princeton, Thomas Maissen, der Schweizer Historiker, der das Deutsche Historische Institut in Paris führt, der Religionswissenschaftler Jan Assmann, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, der Osteuropahistoriker Karl Schlögel und viele mehr schrieben einen Protestbrief an die NZZ- Führung. Sie beklagen darin den "massiven Aderlass" sowie eine "bedenkliche Verschiebung" der Zeitung nach rechts. Sie befürchten, "dass die Horizonte verengt werden, das Niveau sinkt und damit die Strahlkraft der einzigen Schweizer Zeitung von internationaler Bedeutung nachhaltig eingeschränkt wird".

Was ist dran an diesen Vorwürfen? Tatsächlich arbeitet sich die NZZ inzwischen geradezu obsessiv an konservativen Reizthemen ab: an der Geschlechterfrage, an der politischen Korrektheit, am angeblich alles dominierenden sozialdemokratischen Mainstream. Das langweilt, das nervt, das besorgt – auch viele Abonnenten. Besonders irritiert der Schaum vor dem Mund, den einige NZZ-Autoren neuerdings tragen. Das kannte man bisher nur von der Weltwoche und der BaZ. Aber ist im Haus eine "Säuberungswelle" im Gang, wie Brigitte Hürlimann gegenüber der linken Wochenzeitung sagte?

Falkenstraße, dritter Stock. Feuilletonchef René Scheu sitzt in seinem Büro. Im Regal eine Mao-Biografie, ein Buch von Sahra Wagenknecht, auf dem Tischchen eine Abhandlung des Zürcher Philosophen Helmut Holzhey. Auf Italienisch. Daneben liegen Plüschtiere. Der Blick geht raus aufs Opernhaus, am diesigen Dezemberhimmel kreisen Möwen. Eigentlich mag Scheu nicht über sich sprechen. Er ist der erste Ressortleiter in der jüngeren NZZ- Geschichte, der von außen ins Haus kam. Der 43-Jährige hatte die liberale Autorenzeitschrift Schweizer Monat neu ausgerichtet. Von dort nahm Scheu auch einige Autoren mit zur NZZ. Unter ihnen Cora Stephan. Die deutsche Publizistin arbeitet sich in ihren Essays zuweilen polemisch an der Kanzlerin, der deutschen Flüchtlingspolitik und dem Islam ab. Ihr erfolgreichster Text in der NZZ trug den Titel "Kritik ist keine Hetze". Ein Zitat daraus wurde in der rechten Blogosphäre ausführlich geteilt: "Wer den 'Kampf gegen rechts' für wichtiger hält als den Kampf gegen den islamisch inspirierten Terrorismus, hat entweder einen gewaltigen Knick in der Optik oder lebt im vergangenen Jahrhundert."

Will die NZZ mit solchen Texten die rechten Echokammern bedienen? "Das ist für mich Kindergarten-Logik", sagt Scheu. Nur weil die AfD applaudiert, bedeute das noch lange nicht, dass man es auf die AfD-Sympathisanten abgesehen habe. Er kann nicht viel mit der Theorie anfangen, die NZZ habe eine publizistische Lücke rechts von der FAZ ausgemacht und versuche nun, diese zu besetzen. "Das ist ein Hirngespinst. Es geht nicht um links oder rechts, es geht um Qualitätsjournalismus mit Neugierde und freiheitlicher Grundhaltung."

Ohne Plan scheint die NZZ-Führung indes nicht. Die Zeitung hat kürzlich ihr Berliner Büro vergrößert, hat für deutsche Leser ein E-Paper zum Kampfpreis von monatlich zehn Euro lanciert, und Eric Gujer schreibt jeden Freitag seinen Newsletter "Der andere Blick". Aber das große Geld verdient die NZZ damit nicht. Es ist der Fluch des kleinen Markts, der sie zu solchen Expansions-Experimenten treibt: Nach dem gescheiterten Abenteuer in Wien mit dem Nachrichtenportal nzz.at, wo zig Millionen Franken versenkt wurden, nun also der nächste Versuch in Berlin. Dort gibt es mehr zu holen.

Klar, auch René Scheu weiß das. Aber es interessiert ihn nicht: "Während des Schreibens blende ich aus, wer was dazu denken könnte", sagt er. Sowieso irritiert ihn, wie empfindlich die Wissenschaftler und Professoren auf sein Feuilleton reagieren: "Wir schreiben und reden aneinander vorbei. Man ist gekränkt und beleidigt. Es geht immer um die Person, um den Absender."

"Gewisse Themen gelten plötzlich als heikel"

Nun ist aber auch die NZZ nicht zimperlich im Umgang mit Andersdenkenden. Scheu kritisiert in seinen Texten einen "neuen Opferautoritarismus", der sich ausbreite, oder er ärgert sich über den linken Starintellektuellen Didier Eribon, "gleichermaßen larmoyant und geschwätzig" seien dessen Essays. "Ich möchte einen Raum schaffen, in dem man hart, aber fair streiten kann", sagt Scheu. Ein intellektueller Boxring soll sein Feuilleton sein, nicht nur eine Rezensionsbeilage. Einmal aber hat Scheu richtig angegriffen. Das war, als ihn der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss in der FAZ in die Nähe des Faschismus rückte. "Das ist billige Polemik. Dennoch musste ich reagieren, ich habe Kinder." Scheu fasst hinter sich und greift sich ein Stück Stoff, das am Bücherregal hängt: eine Art Gebetsfahne, darauf die Gesichter seiner Vorbilder: Milton Friedman und Friedrich August von Hayek. Ein Philosoph verehrt Ökonomen. "Ich sehe mich als klassischer Liberaler", sagt Scheu. Bei Wahlen gibt er seine Stimme den Jungfreisinnigen, der libertären FDP-Nachwuchsorganisation.

Wieso aber die vielen Abgänge und Entlassungen in seinem Ressort? Über Einzelfälle mag Scheu nicht sprechen. Darf er nicht, Persönlichkeitsschutz. Schaut man sie sich selber genauer an, auch jene in anderen Ressorts, hinterlassen sie ein diffuses Bild. Da ist die Theaterkritikerin, die sagt: "Ich habe angefangen, mich sehr unfrei zu fühlen." Da ist die langjährige Pauschalistin, die feststellt: "Gewisse Themen gelten plötzlich als heikel." Da ist die junge Inlandredakteurin, die angeblich zu konsumentenfreundlich kommentierte. Da war aber auch ihr Chef, der Ressortleiter, der keine Berührungsängste mit der SVP hatte und der zur Weltwoche ging, dem Blatt von SVP-Nationalrat Roger Köppel. Ihm folgte die Korrespondentin am Bundesgericht, die in ihren Kommentaren ebenso gerne den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wie die außerfamiliäre Kinderbetreuung kritisierte. Die beiden waren politisch auf Kurs, aber sie ertrugen den Führungsstil des neuen Chefs nicht. Den Stil von Eric Gujer. Er habe ein "autoritäres System" aufgezogen, heißt es. Er habe allmächtige Ressortleiter zu Befehlsempfängern gemacht. Er sei kalt, unnahbar. Ein Machtmensch, der auf seine Richtlinienkompetenz poche.

Das ist ein neuer Ton, eine neue Kultur in der NZZ. Von außen mag sie wie ein Bollwerk der Marktliberalen wirken, wo allein die Leistung zählt, in Tat und Wahrheit glich sie jahrzehntelang eher einer selbstverwalteten Anarcho-Kommune. Jeder Redakteur hatte sein Fachgebiet, in dem er selber bestimmen konnte, worüber er schrieb – und über was nicht. Redigiert wurde kaum, reingeredet schon gar nicht. Und nach innen eine Ansage machen, wie das der jetzige Chef gerne mal tun soll, das galt nicht als NZZ-like. Selber mag Gujer nicht mit der ZEIT sprechen. Ein überaus faires Porträt, das vor ein paar Monaten im Tages-Anzeiger hätte erscheinen sollen, versuchte er zu verhindern, er drohte angeblich mit einer Klage – und setzte sich durch. Der Tagi-Chefredakteur kippte den Text, ins Netz fand er den Weg trotzdem.

Der Vorgänger von Eric Gujer, Markus Spillmann, versuchte die NZZ zu öffnen, um neue, urbanere Leser und vor allem Leserinnen zu gewinnen. Es war ein riskantes Manöver gegen den Zeitgeist. Die Schweiz ist in den vergangenen Jahren konservativer geworden. Waren sich FDP und SVP einst spinnefeind, näherten sie sich in letzter Zeit immer mehr an. Ähnliches gilt für das Aktionariat der NZZ, das, sagt Oswald Iten, ein pensionierter Auslandsredakteur des Blattes, "ursprünglich zwar konservativ, aber wirtschaftsliberal, weltoffen und kosmopolitisch war". Heute ist der Nationalkonservative Blocher nicht mehr der BöFei, der er für diese ältere Generation von Liberalen war. Er und die Seinen sind heute salonfähig.

Der Ruck nach rechts hinterlässt auch in der Medienlandschaft seine Spuren. Es begann 2001, als der Tessiner Financier und ZEIT-Kolumnist Tito Tettamanti den Jean-Frey-Verlag mitsamt der Weltwoche übernahm, die er später an Roger Köppel verkaufte, der heute für die SVP im Parlament sitzt. Es ging 2010 weiter mit dem Scharadespiel um die Basler Zeitung , bis irgendwann klar war: Dahinter steckt Blocher. Und dann kam Ende 2014 der gescheiterte Somm-Coup bei der NZZ. Es war der Verwaltungsrat, der den Blocher-Biografen damals installieren wollte. Er erhoffte sich eine Kurskorrektur. Mehr Härte, mehr Aufregung. Umgesetzt haben diese Doktrin nun Eric Gujer und René Scheu.

Mit einigem Erfolg. Reader-Scan-Umfragen zeigen, die Leser mögen den neuen Kurs. Gerade das NZZ-Feuilleton werde heute besser gelesen als noch vor zwei Jahren, sagt René Scheu. Gleichzeitig stieg der ökonomische Druck, auch auf die Redakteure. "Wir sind heute keine Lehrstuhlinhaber mehr, sondern Athleten", sagt Scheu. Seine Mitarbeiter könnten nicht mehr einfach in den Tag hinein arbeiten, sondern müssten straffer planen und strukturieren. Arbeiten wie in Maupassants Bel Ami, das war einmal.

Diese Beschleunigung, diese Normalisierung ist der wahre Kulturschock im Haus an der Falkenstraße. Vergangene Woche legte die NZZ alle ihre Regionalzeitungen mit jenen der AZ Medien in einem Joint-Venture zusammen. Es entsteht ein neuer Schweizer Medienriese. Und im nächsten Sommer beginnt ihr neuer CEO seine Arbeit, ein branchenfremder, ein Mann aus der Energiebranche.

Mit ideologischen Kurswechseln ist die NZZ in ihrer Vergangenheit immer wieder zurechtgekommen. Aber ob sie es schafft, in diesem immer mehr, immer schneller rotierenden Markt mitzuhalten und dabei ein "Organ von hoher Qualität" zu bleiben? Diese Frage beschäftigt auch René Scheu. Auch er weiß: Denksport war noch nie eine olympische Disziplin. Aus gutem Grund.

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