Seinen großen Traum vom Fliegen hat er sich erfüllt. Denn mit Mitte zwanzig besaß er schon ein Vermögen, und ein Teil davon floss in Pilotenschein und Privatjet. Heute gehören ihm fünf Flugzeuge, dazu eine eigene Start- und Landebahn auf seinem Grundstück.

Doch wer so rasant den Himmel erstürmt, der kann auch wieder runterfallen, und ebendas ist ihm passiert, wenn auch im eher übertragenen Sinn. Was er im Lauf der Zeit an traumatischen Abschieden und Verlusten verkraften musste, hätte manch anderen innerlich zerbrechen lassen. Er hat alles letztlich überstanden, vermutlich mithilfe seines Glaubens, der ihn bei Kritikern allerdings ins Zwielicht brachte. Der frühe Tod der ersten großen Liebe traf ihn brutal und unerwartet; kurz darauf starb auch noch seine Mutter, geliebte Förderin von Kindheit an. Und als er selber Vater geworden war, erlebte er das Schlimmste, was Eltern passieren kann: den Tod eines Kindes.

Auch im Beruf verunglückte einiges. Schon skurril, wenn einer zweimal für den Oscar nominiert wird, den Golden Globe für Bestleistung erhält – und dann wiederum die Goldene Himbeere als schlechtester Akteur. Nach den fulminanten Anfängen, die ihn als Teenie-Idol etablierten, war es bald still um ihn geworden. Dann aber kam er zurück mit jener kultigen Überflieger-Performance, die ihn erneut ins Rampenlicht stellte.

Und jetzt? Wartet man insgeheim wieder auf so eine Überraschung. Denn er ist, wie eine Kollegin herrlich treffend schrieb, ja immer noch "für eine Pirouette gut". Wer ist’s?

Lösung Nr. 51:

Cassandra Wilson, geb. 1955 in Jackson, Mississippi, lebt in New York, gilt als eine der besten Jazz-, Blues- und Pop-Sängerinnen. Das Album "Blue Light Til Dawn" machte die Frau mit der Altstimme 1993 berühmt. 1999 erschien "Traveling Miles" als Hommage an Miles Davis, 2015 "Coming Forth By Day" zum 100. Geburtstag von Billie Holiday