Längst bekannt ist das Peter-Prinzip, wonach jeder so lange befördert wird, bis er das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat. Wie sonst ließe sich diese Kolumne erklären? Gänzlich neu hingegen ist das Siggi-Cem-Prinzip. Es besagt, dass Politiker so lange in der Beliebtheitstabelle aufsteigen, bis ihre Parteien das nicht mehr aushalten und sie entsorgen. Sei es auf einer Hinterbank der Grünen, sei es in Mirdochegalwasausdemwird. Auf der Bank nimmt demnächst Cem Özdemir Platz, der aktuell zweitbeliebteste deutsche Politiker. Und in Mirdochegalwasausdemwird trifft Sigmar Gabriel bald schon all jene Genossen wieder, die er bei seinem Aufstieg zum beliebtesten Politiker des Landes vergrätzt hat und die ihn in einer neuen Groko nicht mehr dabeihaben wollen. Die 45 SPD-Vorständler, so ist zu hören, werden geschlossen anreisen nach Endlich, der Hauptstadt von Mirdochegalwasausdemwird.

Dumm wäre nur, wenn aus dem Siggi-Cem-Prinzip ein Sozen-Grüne-Prinzip resultierte: Parteien, das würde es besagen, verjagen so lange ihre beliebtesten Politiker, bis diese das Maß ihrer absoluten Unsichtbarkeit erreicht haben. Entsorgt werden sie dann in Wieblödistdasdenn.