Sie wissen es selber. Es war ein taktischer Fehler. "Aber wir mussten reagieren", sagt Thomas Juch. "Unsere Gegner verbreiten, dass die Initiative das Ende der SRG bedeuten würde." Die Leute, die Stimmbürger, sie seien verunsichert, sie wollten wissen, was mit den Radio- und Fernsehsendern passiert, wenn am 4. März die No-Billag-Initiative angenommen wird. Deshalb, erklärt Juch, der jungfreisinnige Geschichtsstudent und einer von vier Co-Präsidenten des No-Billag-Komitees, hätten sie diesen Plan B präsentiert, wie die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) weiter bestehen könnte. Ohne Gebühren, dafür mit Abonnements. Ohne Vollprogramm, dafür mit zusätzlichen Werbeeinnahmen – und: mit Geld aus der Bundeskasse.
No-Billag-Initiative: Ich zahle nur, was ich brauche
Anfang März entscheiden die Schweizer über die No-Billag-Initiative. Sie will dem Staat verbieten, Rundfunkgebühren zu erheben. Wie konnte es passieren, dass eine derart radikale Idee beinahe mehrheitsfähig wurde?