Die Spannung abbauen

Körperkontrolle zu spüren macht gelassener

Fäuste ballen, halten, lösen; Bauchmuskeln anspannen, halten, lösen: Solche Übungen sind Teil der Entspannungmethode Progressive Muskelrelaxation, kurz PMR. Wird das Verfahren regelmäßig angewandt, vermindert es bei vielen Krebspatienten Ängste und Unruhe, lindert Schmerzen und Übelkeit und verbessert das Körpergefühl. Beim Loslassen der Muskeln lässt sich ein herrliches Gefühl von Leichtigkeit erleben. PMR erlernt man gut in Kursen.

"Ich mach mir die Welt ..."

Fantasiereisen steigern das Wohlbefinden

Bei einer "geleiteten Imagination" versetzt sich der Patient an einen schönen Ort und durchstreift ihn mit offenen Sinnen: etwa einen duftenden Garten, in dem Bienen summen und er sich niederlassen kann. In Kombination mit der Entspannungsmethode PMR lindert das zum Beispiel Erschöpfung. Achtung: Mitunter kursieren unseriöse Angebote, die suggerieren, man könne sich mit Gedankenkraft selbst heilen.

Und jetzt im Chor!

Musizieren lenkt von Ängsten ab

Die Metapher vom Pfeifen im Wald kennen viele: Seit jeher bekämpft der Mensch mit Melodien seine Furcht. Klang und Schall helfen auch Krebskranken, sich etwas zu entspannen, wie Studien zeigen: Wenn Patient und Musiktherapeut gemeinsam mit Triangel, Trommel oder der Stimme improvisieren, verringert das Stressgefühle und Müdigkeit. Chorsingen kann zudem die Stimmung der Patienten aufhellen.

Körperkontakt weiter genießen

Sex anders und neu zu entdecken macht Spaß

Es ist nicht immer leicht, Lust zu empfinden, wenn man seinen Körper gerade überhaupt nicht mag und vielleicht sogar Angst vor ihm hat. Doch Krebs ist kein Grund, die Sexualität aufzugeben – es gibt so viele Variationen für eine anregende Intimität, auch wenn diese vielleicht anders ist als zuvor. Und es gibt ärztlichen Rat. Das Wichtigste, betonen Fachleute: Bedürfnisse mit dem Partner offen zu besprechen, da er einen Rückzug als Ablehnung fehldeuten könnte.

Erholsamen Schlafen finden

Mit Meditation die Unruhe vermindern

Achtsamkeitsbasierte Verfahren können Krebspatienten dabei unterstützen, sich in schwierigen Gefühlen wie Furcht, Traurigkeit oder Verzweiflung nicht völlig zu verstricken und dadurch hoffnungsvoll zu bleiben. Das lässt sich auf seriöse Weise etwa in einem Kurs zur achtsamen Stressreduktion (MBSR) erlernen. Eine Studie kanadischer Forscherinnen deutet darauf hin, dass Krebspatienten dank MBSR besser ein- und durchschlafen können.