Nach zwei Jahren im Dienst der Adelsopposition fiel der junge Mann in die Hände der Königlichen und schloss sich ihnen an. Zwei Jahre später diente er als Ingenieur und machte auf sich aufmerksam als Planer klug angelegter und möglichst wenig verlustreicher Belagerungen. Sein Ideal war eine mathematische Methode, mit der sich eine Festung in zwölf Schritten einnehmen ließ. So erfolgreich er als Belagerungsingenieur auch war, berühmt wurde er als Festungsbaumeister und profunder Kenner der praktischen Wissenschaften. In 30 Jahren umgab er das Land mit einem "Ring aus Eisen": Auf eine erste Linie mit 13 Festungen folgte eine zweite mit weiteren 13 festen Plätzen. Sie sollten Angreifer aufhalten und zwingen, doppelt so große Kräfte zu mobilisieren wie die Verteidiger. Er zog rastlos durch das Land, inspizierte den Bau der weit über hundert von ihm geplanten Befestigungen und projektierte Kanäle, Aquädukte, Leuchttürme und Hafenanlagen.

Auf seinen Reisen lernte der bescheidene Mann die Not der ausgeplünderten Landbevölkerung kennen, die sich in drei "Hungerjahren" zur sozialen Katastrophe auswuchs. Sie machte aus dem Mann des Krieges einen Mann der Feder. In einer wagemutigen Denkschrift, die er dem König vortrug, plädierte er für eine radikale Steuerreform, die die einfachen Leute entlasten, Bürger, Adel und Geistlichkeit jedoch progressiv belasten sollte. Doch der König und seinen Minister lehnten die Pläne ab. Die Schrift, heimlich gedruckt, wurde verboten, er fiel in Ungnade und zog sich verbittert zurück. Wer war’s?

Lösung Nr. 10:

Hiltrud Marion Schwetje, geb. 1948, war von 1984 bis 1997 in zweiter Ehe mit dem SPD-Politiker und späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder verheiratet. Sie ist bekannt für ihr soziales Engagement. Für die Stiftung "Kinder von Tschernobyl" sammelte sie jahrelang Spenden und begleitete medizinischen Hilfstransporte in die Ukraine