Ich bin noch auf der Suche nach dem richtigen Song zur Groko, zur Vereinigung von Schwarz und Rot. Der Beischlaf-Klassiker Let’s Do It Again von den Staple Singers fällt angesichts des lustlosen Vorspiels aller Beteiligten aus. Als SPD-Wähler könnte man zwar You Can’t Always Get What You Want (Rolling Stones) hören, als CSU-Fan It’s Raining Men (The Weather Girls) auflegen und als AfD-Mensch Burning Down the House (Talking Heads) anspielen. Doch in der Bleibt alles anders (Grönemeyer)-Stimmung der Groko braucht man nur den Hopeless Wanderer (Mumford & Sons) Horst Seehofer zu sehen – und schon fühlt man sich wie Crosby, Stills, Nash & Young 1970 in North Ontario: Helpless.

Highway to Hell(AC/DC) ist als Groko-Song zu viel des Schlechten, Paint It Black (erneut Stones) angesichts von 70 Prozent SPD im Koa-Vertrag nicht ganz angebracht. Und Muss nur noch kurz die Welt retten hört sich nach Kevin Kühnert an, aber der ist ja gegen die Groko. Smells Like Teen Spirit (Nirvana) ist nicht Olaf-Scholz-kompatibel, also schaue ich mir nochmals die Kabinettsliste an, und bei "Andreas Scheuer" fällt mir ein Stones-Klassiker ein. Da hab ich ihn, den Groko-Song 2018: Gimme Shelter!