Er habe immer gewusst, was er wollte, sagt er, "seit ich als kleiner Junge nach einer Musik tanzte, die es gar nicht gab, die war nur in mir". Doch zunächst wuchs der Sohn eines Juristen und einer Ärztin in der leicht abseits gelegenen Provinz auf. Der Traum vom Künstlerleben aber war in ihm und damit klar – er musste hier raus.

Knapp tausend Kilometer südlich in einer Großstadt beginnt seine Glückssuche und läuft gleich nach Plan. Gerade fertig an der Schauspielschule, winkt schon das Engagement an einer renommierten Bühne. Viele Jahre spielt er dort Klassiker und moderne Stücke, zeigt dabei auch sein komödiantisches Talent. Dann bringt ein Auftritt vor der Kamera als überforderter Teenager-Papa dem Mann mit der leicht näselnden Sprechweise den ersehnten überregionalen Erfolg (seiner damaligen Filmtochter erging es übrigens ebenso). Er verlässt das Theater und konzentriert sich ganz auf Film, Fernsehen und Hörmedien: "Ich wollte wieder Herr meiner Termine sein, nicht mehr am 25. Dezember einen Auftritt haben."

Das große Publikum kennt und mag ihn heute vor allem in jener Charakterrolle, für die er regelmäßig in die Stadt seiner Kindheit zurückkehrt. Deren Charme werde unterschätzt, sagt er – und pendelt daher wohl recht gern zwischen Föhn und frischer Brise hin und her. Auch privat geht’s ihm gut, eine kluge, hübsche Frau, drei inzwischen große Söhne und ein Teenager – seine Patchwork-Familie. Und die hält ihn auch fast vierzig Jahre nach dem Aufbruch in die Welt sichtlich jung.

Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 11:

Der Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban (1633 bis 1707) wechselte 1653 von der Fronde zu Ludwig XIV. Die Befestigung von Lille (1667) war sein erstes Meisterwerk. 1678 stieg er zum Generalkommissar auf. Mit seiner Schrift "Projekt eines königlichen Zehnten" reagierte er auf die Hungerjahre von 1692 bis 1694