Wenn selbst der als "Orakel von Omaha" bekannte Investor Warren Buffett zugibt, von etwas gar keinen Schimmer zu haben, dann sollte man wohl auf der Hut sein. Zu Jahresbeginn hat der 87-Jährige im amerikanischen Fernsehsender CNBC eingeräumt, dass er von Kryptowährungen wie dem Bitcoin rein gar nichts verstehe. "Ich gerate in genügend Schwierigkeiten mit den Dingen, die ich kenne", sagte Buffett, "warum also sollte ich auf etwas oder gegen etwas spekulieren, von dem ich nichts weiß?"

Buffetts "Schwierigkeiten" sind allerdings überschaubar. Seine Investmentfirma Berkshire Hathaway hat 2017 einen Überschuss von rund 45 Milliarden Dollar eingefahren, er selbst soll ein Vermögen von mehr als 80 Milliarden Dollar besitzen. Auch deswegen werden seine Ratschläge von vielen befolgt. Und es ist kein Wunder, dass die Kurse von Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen seit Buffetts Warnung nachgegeben haben. Selbst wenn sie wieder steigen sollten: Allein die enormen Kursschwankungen sind für Anleger eine Geduldsprobe.

Solche Zitterpartien sind aus Buffetts Sicht immer gefährlich. In seinem jüngsten Aktionärsbrief hat er Anlegern zum Beispiel geraten, nie mit geliehenem Geld Aktien zu kaufen. Selbst wenn man sich nur wenig verschulde und die Aktien nicht direkt von einem Einbruch der Märkte betroffen seien, könnten schlechte Nachrichten einen sehr erschüttern. "Und ein unruhiger Geist", so Buffett, "wird keine guten Entscheidungen treffen."