Am Montagabend präsentierte SPD-General Lars Klingbeil im Basecamp in Berlin den Zeitplan zur Erneuerung der SPD. Anschließend pitchten, wie Klingbeil das nannte , elf kreative Genossen in 3-Minuten-Auftritten ihre Erneuerungsideen. Diese hießen unter anderem: Disrupt SPD, Rethink SPD, SPD-Speedboat, SPD-Lab, Left Life und SPD als Partei der Arbeitnehmer wiederbeleben.

Während ich noch darüber nachdachte, ob man das linke Leben zuerst auf einem Schnellboot überdenken und dann die SPD in einem Labor auseinanderreißen muss oder ob man doch eher zuerst die SPD in einem Labor überdenken und dann sein linkes Leben durch ein Schnellboot zerschreddern lassen sollte, um eine Arbeiterpartei wiederbeleben zu können, sprach eine Kreativgenossin bereits über Mindmaps, Cluster und eine bessere Feedback-Kultur. Eine zweite sagte, man habe zwar jetzt eine Fraktionsvorsitzende: "Check!" Und demnächst auch eine Parteivorsitzende: "Wow!", das reiche aber noch nicht. Und eine dritte meinte schließlich, die SPD brauche dringend eine andere Sprache. Klassische Vertreter der Arbeiterpartei SPD würden dazu nur sagen: "She’s fucking right! Try German!"