Flugzeuge müssen schnell auf Tempo kommen, um vor dem Ende der Startbahn abzuheben. Beim Landen sollten sie stark abbremsen, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Hilft da – ähnlich wie beim Auto- oder Radfahren – Rückenwind beim Start, Gegenwind beim Landen?

Fliegen ist komplizierter als Fahren. Zum Abheben muss an den Tragflächen Auftrieb entstehen. Der hängt nicht von der Geschwindigkeit des Flugzeugs relativ zum Boden ab, sondern von der Geschwindigkeit relativ zur Luft. Rückenwind muss man daher abziehen, Gegenwind kann man addieren – dann hebt das Flugzeug schon bei geringerem Rolltempo ab.

Auch bei der Landung ist Wind von vorn besser. Er sorgt für Auftrieb, damit der Vogel bei reduziertem Tempo nicht vom Himmel fällt. Landeklappen vergrößern diesen Auftrieb – Gegenwind hilft zusätzlich. So ist eine niedrigere Landegeschwindigkeit möglich und damit ein kürzerer Bremsweg. Aus diesem Grund werden Start- und Landebahnen idealerweise nach der Hauptwindrichtung gebaut, damit ein Flugzeug in der Regel mit Gegenwind starten und landen kann.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de.

Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio