Der triumphale Empfang eines Polarforschers weckte in dem 15-Jährigen den Wunsch, Entdeckungsreisender zu werden. Zwei Fahrten durch wenig bekannte Gebiete im Vorderen Orient waren der Auftakt zu drei Expeditionen des promovierten Geografen. Er zog durch ein Hochgebirge, entdeckte ein bis dahin unbekanntes, durchquerte eine Wüste, von der es hieß, viele gingen hinein, aber nur wenige kämen wieder heraus, stieß auf eine aufgegebene Garnisonsstadt mit einem Schatz 1.500 Jahre alter Dokumente und sah als erster Europäer den heiligen Berg. Reisebücher, Abenteuerberichte für junge Leser und Vortragsreisen machten ihn populär. Er kompromittierte sich jedoch als Gegner der Demokratie und Autor einer kruden Propagandaschrift für eine Kriegspartei.

Seine vierte Expedition wurde verdeckt von zwei Staaten finanziert. Mit einem Tross Wissenschaftler, einer militärischen Eskorte, 20.000 mexikanischen Silberdollars und 300.000 Zigaretten begab er sich mit seiner "wandernden Universität" auf den "Pfad der Nachdenklichkeit" durch eine Wüste. Immer wieder trennte er sich von der Karawane und ging eigenen Zielen nach: So befuhr er einen Fluss bis zu einem wieder entstandenen "wandernden See". Seine Expedition erkundete Erzlagerstätten, skizzierte die Trassen zukünftiger Straßen von Ost nach West und entwarf Bewässerungssysteme. Auch dieses Mal verdunkelte seine politische Nähe zu zwei Diktatoren den Glanz seiner Unternehmungen. Er starb, bevor alle seine Aufzeichnungen und Funde ausgewertet waren.

Wer war’s?

Lösung Nr. 18:

Barbara Hannigan, geb. 1971, ist kanadische Sopranistin, Dirigentin und Spezialistin für neue Musik. Sie studierte Schauspiel, Tanz, Gesang und macht mit Werken u. a. von Pierre Boulez und mit Opern-Uraufführungen wie Hosokawas Matsukaze oder Benjamins Written on Skin Furore. In Alban Bergs Lulu ist sie 2018 in Hamburg zu sehen