Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) untersucht jedes Jahr beliebte Studiengänge. Die Ergebnisse liegen der ZEIT exklusiv vor. Hier sind die neuen Bewertungen für Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Pflegewissenschaft

Das Ranking

In jeder Tabelle sind die Hochschulen in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Die farbigen Punkte zeigen an, ob die Hochschule bei einem Kriterium in der Spitzengruppe (grün), der Mittelgruppe (gelb) oder der Schlussgruppe (blau) liegt. Der graue Strich bedeutet, dass es für eine Bewertung nicht genug Informationen gab. Die Zahl hinter der Hochschule gibt an, wie viele Studenten im Fachbereich studieren. Dies ist keine Wertung, sondern liefert nur eine Orientierung, auf wie viele Kommilitonen man sich einstellen kann. In den Tabellen sind die für das Fach wichtigsten Kriterien abgebildet. Welche das sind, entscheidet das CHE in der Regel mit einem Beirat aus Professoren des jeweiligen Fachs. Pro Fach werden jedoch noch viel mehr Kriterien untersucht. Wie viele es genau sind, steht im Kopf der Tabelle. Die Ergebnisse findet man im Internet unter www.zeit.de/che-ranking. Dort kann man sich sämtliche Resultate auch nach den Kriterien filtern lassen, die einem selbst besonders wichtig sind.

Die Methoden

Die Ranking-Ergebnisse beruhen auf den Befragungen von 150.000 Studenten, den Urteilen von Professoren und den Daten aus den Hochschulen. Getestet werden mehr als 300 Hochschulen. Alle Hintergründe zum Ranking erläutert das CHE in seinem Methodenwiki unter bit.ly/zs18methoden. Eine ausführliche Erklärung der Ranking-Kriterien kann man im Internet nachlesen unter www.zeit.de/che-kriterien.

Ein Beispiel

Und so liest man das Ranking: An der Uni Magdeburg sind 1.610 Studenten für Medizin eingeschrieben. In der Kategorie "Unterstützung am Studienanfang" liegt die Uni in der Spitzengruppe. In den Kategorien "Allgemeine Studiensituation" und "Studienorganisation" landet sie im Mittelfeld. Im Bereich "Wissenschaftliche Veröffentlichungen" gehört sie zur Schlussgruppe.

Alle Ergebnisse

Die Ranking-Tabellen für viele weitere Studiengänge, außerdem Porträts der 35 beliebtesten Fächer sowie alle wichtigen Informationen zum Entscheiden, Bewerben und für den Start ins Studium stehen im neuen ZEIT Studienführer. Er ist für 8,95 Euro am Kiosk erhältlich. Online kann man ihn unter www.zeit.de/studienfuehrer bestellen. Viele Themen rund um Universität und Studentenleben finden sich auch im Magazin ZEIT Campus und im Internet unter www.zeit.de/campus.

Medizin

Das Interesse an Medizin ist groß. Wer einen der beliebten Studienplätze ergattert hat, trifft im Bereich "Unterstützung am Studienanfang" auf gute bis sehr gute Bedingungen: Die Hochschulen, zu denen Ergebnisse vorliegen, landen hier fast alle in der Spitzen- und der Mittelgruppe. Bei allen vier hier abgebildeten Kriterien hat es jedoch nur die Uni Heidelberg in die Spitzengruppe geschafft. Sie hat mit 3.490 Studenten auch einen großen Fachbereich. Die Uni Köln (3.620), die Charité in Berlin (5.120) und die LMU München (5.990) kommen allerdings auf noch mehr Studenten.

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Zahnmedizin

Wer Zahnmedizin studiert, lernt schon im Studium, Zähne zu ziehen und Füllungen zu legen, zuerst jedoch an einem Kunststoffkopf. Ab dem siebten Semester behandelt man Patienten. Wie gut die Hochschulen das Studium gestalten, ist in der Wahrnehmung ihrer Studenten sehr unterschiedlich. Bei dem Kriterium "Allgemeine Studiensituation", das auf den Urteilen von Studenten beruht, haben es vier Hochschulen in die Spitzengruppe geschafft, drei in die Mittelgruppe und drei in die Schlussgruppe. Nur die Uni Regensburg hat in allen vier abgebildeten Kriterien die Gruppe der Besten erreicht.

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Pharmazie

Pharmazie ist an fast allen Universitäten ein recht kleines Studienfach. An der Uni Leipzig sind sogar nur 210 Studenten eingeschrieben. Die Uni Greifswald und die Uni Heidelberg haben bei den Kriterien "Ausstattung Praktikumslabore", "Betreuung durch Lehrende", "Abschlüsse in angemessener Zeit" und "Allgemeine Studiensituation" Plätze in der Spitzengruppe erreicht. Bei der Uni Mainz hat es bei diesen vier Kriterien nur für die Schlussgruppe gereicht.

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Pflegewissenschaft

Beim Pflegestudium ist gerade viel im Umbruch (siehe folgende Seite). Der Kontakt in die Berufspraxis spielt jedoch für alle Studenten eine wichtige Rolle, das zeigt sich auch im Ranking. Fast alle Hochschulen erreichen bei diesem Kriterium die Spitzengruppe. Anders sieht es bei dem Punkt "Unterstützung am Studienanfang" aus. Dort lassen sich die Hochschulen überwiegend in der Mittelgruppe einordnen. Besonders gut schneiden die Hochschule Osnabrück und die OTH Regensburg ab.

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