Seine Karriere wurde dem Mann mit dem ausdrucksvollen Gesicht wahrlich nicht in die Wiege gelegt. Sein Vater verschwand vor seiner Geburt, seine Mutter lebte mit ihm in ärmlichen Verhältnissen. Als er neun Jahre alt war, verließ er die Schule und unterstützte die Mutter mit Gelegenheitsarbeiten. Zwei Jahre später zog sie mit ihm in ein Nachbarland. Dort jobbte er als Portier und Buchhalter, wurde Profi-Ringer und entzog sich dem Wehrdienst versteckt in einem kleinen Dorf. Nach Kriegsende trat er wieder als Ringer auf, immerhin brachte er es zum Europameister.

Dann die Wende: Ein alter Bekannter bot ihm eine Nebenrolle in einem Film an. Gesucht wurde der kräftig gebaute Gegenspieler eines ebenfalls massigen Hauptdarstellers. Der Film wurde ein Kassenschlager, und die Branche riss sich um den Mann mit der Ausstrahlung eines Bullterriers, der aus dem Nichts aufgetaucht war. Als Meister der sparsamen darstellerischen Mittel spielte er den Kommissar im Trenchcoat genauso überzeugend wie den kaltblütigen Ganoven. Kaum ein bedeutender Regisseur, der ihn nicht in einer Hauptrolle einsetzte. Er scheute sich nicht vor der Selbstkarikatur, blieb im Kern aber im Film wie im Leben der altmodische, sture Moralist, der sich in einem berühmten Polit-Thriller auch durch zunehmende Angst nicht von seinem Auftrag abbringen lässt, eine rechte Verschwörung aufzudecken. Skandale gab es um ihn nicht, er hielt an seiner ursprünglichen Staatsbürgerschaft fest und führte bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe. Wer war’s?

Lösung Nr. 20:

Scarlett Johansson, Schauspielerin und Sängerin, geb. 1984 in New York, zählt zu den bestbezahlten Stars in Hollywood. 1998 spielte sie neben Robert Redford in Der Pferdeflüsterer, 2003 mit Bill Murray in Lost in Translation, 2005 bis 2009 entstanden drei Filme mit Woody Allen, aktuell gibt sie die Heldin im Film Infinity War.