Manuela Schwesig, Regierungschefin der Supermacht Meck-Pomm, hat im SPD-internen Streit um das Verhältnis zu Moskau verkündet, dass sich die Parteispitze einig sei: "Es soll mehr Dialog mit Russland geben." Damit ist die Menschheit dem Weltfrieden näher gerückt. Denn mit ihrem mutigen Statement ist Schwesig erfolgreich einer Forderung entgegengetreten, die Außenminister Heiko Maas, ihr Widersacher im Russen-Zoff, nie erhoben hat. Eine ähnliche Großtat hatte zuvor schon der SPD-Vizepräsident des Bundestages, Thomas Oppermann, vollbracht. Mit der Bemerkung "Russland ist nicht unser Feind" hat er entschieden einer These widersprochen, die gerade niemand aufstellt.

Nie Gesagtem leidenschaftlich zu widersprechen funktioniert zwar als Methode. Doch Russland und der Weltfrieden sind als Thema einfach zu klein. Um wieder populär zu werden, müssen die Genossen Großes anpacken, etwas, das die Deutschen wirklich berührt – also Fußball und die anstehende WM. Mit der SPD wird es erst wieder aufwärtsgehen, wenn Andrea Nahles den Satz raushaut: "Der Flutschfinger von Liverpool darf im Endspiel auf keinen Fall im deutschen Tor stehen!"