In 118 Jahren erfolgreicher DFB-Geschichte ist die Nichtnominierung von "Leroy Sahne", wie Bundestrainer Jogi Löw zu sagen pflegt, zwar nur ein läppisches Eigentor. Aber darum geht es hier nicht. Es geht hier um die Frage, ob es sich in der knapp 250-jährigen erfolgreichen Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen bei dem neuen US-Botschafter Richard Grenell lediglich um einen Gauland im Endstadium handelt. Oder ob umgekehrt in der knapp 70-jährigen erfolgreichen Geschichte des deutschen Nachkriegsparlamentarismus bei Alexander Gauland der erste Fall von chronischem Grenell vorliegt. Klar ist nur eins: In der rund 300.000-jährigen erfolgreichen Geschichte des Homo sapiens hat man selten so viel Vogelschiss gehört wie in den vergangenen Tagen.

Sicher werden einige Leser diesen Text für unverständlich halten. Nun könnte ich ihnen entgegnen, dass in der fünfjährigen erfolgreichen Geschichte dieser Kolumne 24 missratene Zeilen nur ein Semikolon seien. Aber wer will sich in diesen Tagen schon auf die Worte eines deutschen Politikers berufen, den ein amerikanischer Botschafter gut findet? Enden wir lieber mit etwas Positivem: Jogi Löw ist immer noch erste Sané!