Janine Weber fragt:

Wir haben zwei Kinder, der Ältere (6) kommt jetzt in die Schule, die Jüngere (3) geht noch eine Weile in den Kindergarten. Wann ist ein guter Zeitpunkt, um ihnen Taschengeld zu zahlen – und wie hoch sollte es sein?

Antwort von Mike und Marielle Schäfer vom Blog www.beziehungs-investoren.de:

Die Einschulung ist ein guter Zeitpunkt, um mit dem Taschengeld anzufangen, auch weil die Kinder dann mit Geld rechnen lernen. Eine gute Daumenregel ist: Einen Euro pro Woche in der ersten Klasse, zwei Euro in der zweiten – und so weiter. Das fühlt sich für die Kinder fair an. Ab der fünften Klasse kann ein anderes Modell ausgehandelt werden. Geben Sie Tipps, aber lassen Sie am Ende das Kind entscheiden, was es mit seinem Geld macht, so kann es Erfahrungen sammeln. Lassen Sie es wissen, dass das so auch gut und richtig ist.

Christoph S. fragt:

Ich studiere noch und kann mit meinem Einkommen 50 Euro pro Monat anlegen. Ist es sinnvoll, so einen kleinen Betrag in traditionelle Anlageformen wie Fonds zu stecken – oder ist es gerade bei solch kleinen Beträgen besser, auch mal etwas zu riskieren, zum Beispiel Kryptowährungen zu kaufen und auf eine schnelle, höhere Rendite zu hoffen?

Antwort von Natascha Wegelin, die unter www.madamemoneypenny.de bloggt:

Erst mal sollten Sie einen Notgroschen ansparen, der gehört auf das Tagesgeldkonto. Ist das getan, bestimmen Ziel und persönliche Risikobereitschaft die Strategie. Geht es Ihnen um einen langfristigen Vermögensaufbau, was das vorrangige Ziel sein sollte, eignet sich ein Sparplan auf breit streuende ETFs sehr gut, also börsennotierte Indexfonds. Kryptowährungen sind dafür ungeeignet.

Leser "jtotheb" fragt:

Ich bin 31 und habe 40.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto. In fünf bis zehn Jahren möchte ich das Geld für den Bau oder Kauf einer Immobilie verwenden. Macht es da noch Sinn, das Geld in ETFs zu investieren?

Marian Kopocz vom Blog www.kleingeldhelden.com antwortet:

Nein. Käme es zu einem Börseneinbruch, könnten sonst schnell Tausende Euro weg sein. Grundsätzlich ist das kein Problem, langfristig lässt sich solch ein Verlust aufholen. Da Sie aber relativ konkret wissen, wann und wofür Sie Ihr Geld einsetzen wollen, sollten Sie es am besten als Festgeld anlegen. Bis zu zwei Prozent Zinsen pro Jahr sind aktuell auf Festgeld-Portalen zu holen. Damit könnten Sie in fünf Jahren 4.000 Euro Plus machen. Bei zehn Jahren können Sie auf mehr als 7.000 Euro Ertrag kommen.

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