In seinem Berufsfeld gebe es einige "vergeudete Talente und schlamperte Genies", hat er mal gesagt. Sich selbst kann er damit nicht gemeint haben – so erfolgreich, wie seine Karriere verlief. Von Haus aus ein Mann des Handwerks, brachte er es nebenher zum Bestsellerautor, zu einem weltweit aktiven Berater und zum Professor und Ehrendoktor einer Universität. Schon als kleiner Junge liebte er das Herumstromern in der Natur, sammelte Beeren und Kräuter und schaute der Mutter dabei zu, wie sie Kartoffelstampf mit Muskatnuss würzte. Mit seinem innigen Berufswunsch konnte er sich schließlich gegen den Vater durchsetzen, der ihm lieber seine Schneiderwerkstatt vermacht hätte. Gleichwohl gerieten die Anfänge holprig, eine verpatzte Gesellenprüfung musste er wiederholen. Dann aber folgten prägende Wanderjahre, die ihn durch halb Europa zu den berühmtesten Vorbildern führten. Zurückgekehrt in den vertrauten Sprachraum, avancierte er zum Geheimtipp und dann zum hoch gelobten Pionier, der nach den Sternen griff. Bis er – für die meisten unerwartet – das florierende Geschäft verließ: "Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr besser werden kann." Mit dem Abschied ergaben sich bald neue Projekte und Wege. "Ich habe jede Phase meines Lebens intensiv erlebt", sagt der über 75-Jährige im Rückblick. Heute ist er nach wie vor präsent und denkt öffentlich darüber nach, wie man Kinder zu gesunder Ernährung verlocken kann oder "wie Senioren mit schmalem Budget vernünftig satt werden können". Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 23:

Erzherzogin Marie-Louise von Österreich (1791 bis 1847) wurde 1810 mit Napoleon I. verheiratet. Mit ihrem Sohn Napoleon II. floh sie nach Wien. Der Wiener Kongress wies ihr das Herzogtum Parma mit Piacenza und Guastalla zu. Mit Graf Neipperg ging sie eine morganatische Ehe ein. In Parma rühmte man sie als "la buona Luigia"