Wenn die Zähne eine unschöne gelbe Farbe haben, kann das zwei Gründe haben. Die Zahnärzte unterscheiden extrinsische von intrinsischen Verfärbungen. Erstere sind Beläge, die etwa durch Kaffee und Rotwein entstehen oder durchs Rauchen. Denen kann man mit Zahnpasta zu Leibe rücken. Die als "Weißmacher" beworbenen Zahncremes sind dafür – laut Stiftung Warentest – gut geeignet.

Diese Pasten enthalten wie alle Zahncremes sogenannte Putzkörper, die Beläge wegschmirgeln. Die Weißmacher-Zahncremes sind nur aggressiver als andere. Einem gesunden Zahnschmelz schadet das nicht. Vorsicht ist geboten, wenn die Zahnhälse frei liegen – dort kann der Zahnkörper angegriffen werden. Zudem stecken in der Paste Chemikalien, meist Phosphate, die harte Beläge anlösen. Dadurch lassen sich diese leichter wegbürsten.

Diese Pasten hellen also die Zähne so weit auf, dass ihre tatsächliche Farbe zum Vorschein kommt. Die Zähne werden aber nicht weißer als durch die Zahnreinigung beim Zahnarzt. Denn gegen die intrinsischen Verfärbungen der eigentlichen Zahnsubstanz sind die Cremes machtlos. Manche Menschen haben gelbere Zähne als andere, und im Alter verstärkt sich der Gilb. Um unnatürlich weiße Zähne zu bekommen, muss man Bleichmittel wie Wasserstoffperoxid einsetzen. Die dürfen Zahnpasten in der EU nur in wirkungslos kleinen Mengen enthalten. Da hilft nur ein Bleaching, das man besser dem Zahnarzt überlässt.

Das Fazit: Die Weißmacher-Zahnpasten sind relativ normale Zahncremes, die etwas gründlicher schmirgeln.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de.

Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio