Ein wunderbares Fest bei bestem Sommerwetter. Dank an Claudio Spinsanti, den Gastgeber, und sein exzellentes Team.

Folgendes ist mir klar geworden:

Eine Party wird umso besser, je weniger drittklassige Prominente zugegen sind (im Portonovo waren vor allem Freunde und Stammgäste da).

Der dunkelblaue Blazer ist ein Muss. Eigentlich braucht man in Hamburg nur das: einen maßgeschneiderten dunkelblauen Blazer.

Die hellblaue Herrenhose. Die Herrenhose in Rot. Warum funktioniert das in Hamburg? Ein Rätsel. Aber es funktioniert.

Die kultivierte Frau trägt weiterhin Perlen.

Man erkennt den Wohlstand eines Mannes an seiner Uhr. Bei der Uhr hört das Prekariat auf.

Lackschuhe gehen nicht, wenn der Smoking fehlt.

Es gibt bei solchen Anlässen immer den einen Hipster im Karohemd, von dem man nicht wissen will, wer er ist.

Die italienischen Kellner sehen immer am besten aus.

Die Scampi sind am Buffet immer als Erstes weg.

Eine Bausenatorin, die mit einem Sommelier tanzt, kann kein schlechter Mensch sein.

Der Käse ist am Buffet immer am längsten da.

Wenn du einen Kellner nach Streichhölzern fragst, und er gibt dir Zahnstocher, sollte dir das zu denken geben.

Schulterlange Haare bei Männern gehen nicht, wenn der Mann eine Platte hat.

Den Gastgeber in einer Rede mit Obama zu vergleichen tut zwei Menschen unrecht: Obama und dem Gastgeber.

Lounge-Musik klingt meistens wie Folklore aus Spanien, eingespielt von Hobbits auf Valium.

Kein Mensch braucht Lounge-Musik. Wirklich nicht.

Manche Menschen sehen intelligenter aus, wenn sie telefonieren.

Der sogenannte Meinungskorridor, den die linksliberalen Medien angeblich quer durch die Gesellschaft gebaut haben, ist als Gesprächsthema satisfaktionsfähiger als angenommen.

Rattan ist und bleibt bourgeois.

Honorarkonsuln haben sehr schöne Visitenkarten.

Blogger nicht.

Drei offene Hemdknöpfe bei einem Herrn sind einer zu viel.

Bei Herrenslippers sind die Quasten zurück. Ja, die Quasten.

Vor Segelbooten sehen die meisten Leute vermögend aus.