Mit seiner Statur hätte er auch das Zeug zum Basketballer, so groß, schlank und doch muskulös kommt er daher. Gleichwohl umgibt ihn eine Aura von fragiler Verletzlichkeit, die man so intensiv nur selten bei Menschen wahrnehmen kann. Und wenn er dann barfuß eine Bühne betritt und mit vibrierendem Timbre a cappella einen seiner eigenwilligen Songs performt, die Sätze mal eindringlich flüstert, mal laut und stark förmlich aus sich herausschleudert – spätestens dann wird deutlich, dass da ein höchst sensibler Künstler steht. Dessen Vita ist denn auch so ungewöhnlich wie die gesamte Erscheinung.

Schon früh fühlt sich das jüngste von fünf Geschwistern ungeliebt; den streng katholischen Eltern mangelt es an Liebe und Empathie. Auch in der Schule macht der Junge schlechte Erfahrungen, wird gemieden und gemobbt. Zuflucht sucht und findet er allein in Literatur und Musik. Da das Geld für Unterricht fehlt, muss er sich alles selber beibringen, das Klavierspielen, das Singen. Mit knapp 20 Jahren zieht er los, schlägt sich über Monate ohne festen Wohnsitz durch, ein täglicher Überlebenskampf.

Doch dann, endlich, öffnen sich die Türen zu kleinen Musik-Clubs, bald darauf erscheint sein erstes Album – und der Einzelgänger wird über Nacht zum Shootingstar. Heute, mit knapp 30 Jahren, hat er wohl mehr an Höhen und Tiefen erlebt als andere in einem langen Leben. Er habe sich stets als Außenseiter und Vagabund empfunden, sagt er, aber er fühle sich wohl in dieser Rolle, denn: "Ich kann trotzdem glücklich sein." Wer ist’s?

Lösung Nr. 27:

Im spanischen Nationalhelden El Cid steckt Rodrigo Díaz de Vivar (um 1045 bis 1099), der am Hof König Ferdinands I. von Kastilien aufwuchs. Das Epos "El Cantar de Mio Cid" (um 1200 entstanden) schildert ihn als Vorkämpfer der christlichen Reconquista Spaniens. Er führte eine Söldnertruppe für den Herrn von Saragossa und herrschte über das maurische Fürstentum Valencia