Die Prüfung ihres Lebens – Seite 1

An einem Nachmittag im Mai setzt sich der Student Zolo Tokali auf eine Wiese, blinzelt in die Sonne und erzählt eine Geschichte, die er noch keinem Fremden erzählt hat. Die Wiese liegt auf dem Campus eines College in Südafrika. In der Nähe spielen Studenten Volleyball, als Tokali zu erzählen beginnt, andere haben ein Lagerfeuer entzündet. "Ich finde", sagt Tokali, "die Öffentlichkeit sollte wissen, was hier mit uns Jungen gemacht wird." Sein wahrer Name dürfe aber nicht herauskommen, auch nicht der Ort, an dem er lebt. "Wenn meine Leute erfahren, dass ich davon berichte, bringen sie mich um." Was Tokali hier tut, ist für sie Verrat.

Eines Tages, hatten die Alten ihm gesagt, wirst du bereit sein, auf den Berg zu steigen. Du wirst an einen Ort gebracht werden, den nur Eingeweihte kennen. Dort wirst du einer Prüfung unterzogen, härter als alles, was du kennst. Sie wird zeigen, ob du stark genug bist. Ob du Schmerzen aushalten kannst. Wenn du das schaffst, wird aus dem Jungen, den heute noch alle Happy nennen, ein Mann.

"Diesen Tag", sagt Tokali, "werde ich nie vergessen und immer hassen."

© ZEIT-Grafik

Wenn in Deutschland der Sommer begonnen hat und über Südafrika der Winter hereinbricht, ziehen dort Tausende Jungen in die Berge, um in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Es ist die wichtigste Prüfung ihres Lebens. Manche von ihnen überleben sie nicht. Sie heißt ulwaluko.

Überall auf der Welt ist es ähnlich: Wer zu einer Gruppe gehören will, muss eine Prüfung überstehen. In Deutschland gehen religiöse Jugendliche zur Konfirmation oder Kommunion, andere zur Jugendweihe. Manche Handwerker lassen sich vor der Walz mit dem Ohr an einen Holzklotz nageln. In den rauen Vierteln deutscher Großstädte nehmen manche Jugendgangs nur solche Mitglieder neu auf, die sich beweisen, indem sie im Laden etwas klauen.

Aber kaum ein Ritual ist so brutal wie ulwaluko in Südafrika. Zehntausende Jugendliche nehmen daran jedes Jahr teil, ganz gleich, ob sie aus einer Millionenstadt stammen oder in einer Hütte ohne Strom auf dem Land wohnen. Ulwaluko ist eine jahrhundertealte Tradition. Stets im Juli gründen sich an der Ostküste des Landes sogenannte Initiationsschulen, für wenige Wochen werden Reisighütten im Schatten der Bäume aufgebaut. Fremde dürfen nicht dabei sein. Die Jungen kommen nackt, nur mit einer Decke über den Schultern, das Kopfhaar kurz rasiert, weißen Lehm auf dem Körper und dem Gesicht verteilt. Ihren echten Namen geben sie auf. Hier heißen sie alle gleich: umkwetha, Schüler.

Wer das Ritual bestehen will, der muss sich von einem Zeremonienmeister die Vorhaut entfernen lassen, mit einem Messer, ohne Betäubung. Er muss dann in eine enge Hütte kriechen und sieben Tage darin ausharren. Er darf nichts trinken, muss die Nächte durchwachen und singen, immer singen. Die Hütte, in der auch die übrigen Kandidaten ausharren, darf er nicht verlassen, auch nicht für einen Toilettengang. Danach muss er es noch drei weitere Wochen im Camp aushalten. Er muss eine Sprache lernen, die nur auf diesem Berg gelehrt wird, und er muss sich selbst versorgen. Er muss Tiere mit Stock und Stein töten.

Aber nicht alle überleben die ersten Tage.

Spricht man mit jungen Männern wie Tokali, die diese Zeit hinter sich haben, lernt man viel über etwas, das Mut genannt wird. Mut ist ein Konstrukt. Je nachdem, aus welcher Richtung man darauf schaut, zeigt sich etwas anderes.

Zolo Tokali ist ein schüchterner Mann, der nur spricht, wenn er nach etwas gefragt wird. Der 24-Jährige trägt eine Kappe wie ein Rapper, im Ohr einen falschen Diamanten. Die Jeans hat er an den Knöcheln hochgekrempelt. Sein Leben, sagt er, sei auf diesen einen Tag zugelaufen, der alles änderte, seit er mit zwölf Jahren von seinen Eltern in Johannesburg an die Ostküste Südafrikas zu seinen Großeltern zog, in eine Region namens Pondoland.

Er wohnte nun dort, wo die Menschen in Dörfern leben, vor jedem Haus eine Hütte, die den toten Ahnen geweiht ist, wo Elektrizität rar ist und Zeit unendlich. Der Junge aus der Großstadt fiel auf. Tokali zog sich anders an, er sprach anders. Er hatte keine Lust auf Rangeleien auf dem Schulhof, keine Lust auf Fußball, er spielte mit Mädchen und las Bücher. Die anderen Jungs lachten ihn aus, sie schlugen ihn. "Schwuchtel" war eine der harmloseren Bezeichnungen.

Eine kollektive Mutprobe, die immer härter wird

In dieser Welt wurde ulwaluko für ihn zu einer Verheißung. Auf dem Berg, hoffte er, wartet meine Rettung. Auf dem Berg kann ich beweisen, dass ich stark bin.

Wer das Geheimnis dieses Rituals besser verstehen will, der muss sich mit dem Landstrich vertraut machen, in dem Tokali lebte und der mit dem Südafrika der Nationalparks und Großstädte nichts gemein hat: mit Pondoland. Weiße Besucher gibt es hier wenige. Für den Zugang zu dieser Welt braucht man jemanden, der die Türen öffnet.

Patrick Dakwa steht auf der Lehmpiste, die durch sein Dorf Bodweni führt. "Hello, my friends!", ruft er von Weitem und stopft sich sein T-Shirt in die Hose. Kaum jemand kennt das Ritual ulwaluko so gut wie der 29-Jährige. Er studiert Verwaltungslehre, aber immer im Juli verwandelt er sich in einen Menschen, der Leben rettet. Er zieht von Camp zu Camp und versucht, die jungen Männer vor den brutalsten Auswüchsen des Rituals zu bewahren.

"Los geht’s, wir sind schon zu spät", ruft Patrick Dakwa und steigt ins Auto. Er hat einen Termin beim "Chief" vereinbart. Die Hügel, über die das Auto fährt, sind kahl. Die Landschaft sei über die Jahre karg geworden, sagt er, und das Leben mitleidloser. Früher sei das Ritual eine Art Schule gewesen: Die Alten erzählten den Jungen, was sie selbst gelernt hatten. Dann aber wurde ulwaluko immer härter, und die Alten wurden immer erbarmungsloser. Sie gaben den Jungen kaum noch Essen und Wasser.

Scharlatane fummeln mit zittrigen Händen zwischen den Beinen der Jungen herum

Allein in dieser Gegend werden pro Saison knapp 800 Jungen in über 80 Camps beschnitten. Dakwa trifft auf betrunkene Scharlatane, die mit zittrigen Händen zwischen den Beinen der Jungen herumfummeln. Er sieht Zeremonienmeister, die ihre Messer nicht säubern, die so Entzündungen riskieren und dass sich Krankheiten wie HIV verbreiten. Schon fast normal ist es für Dakwa, in den Camps dehydrierte Jungen vorzufinden. "Die verdursten in ihrer Hütte, und keiner merkt es."

Ulwaluko, so scheint es, ist zu einer kollektiven Mutprobe geraten, bei der jede Generation es der nächsten noch schwerer machen will. Das alles spielt in einer geheimen Welt. Wer sie betreten hat, berichtet Außenstehenden nur darüber, weil Dakwa darum gebeten hat. Die Ehemaligen vertrauen ihm, weil er eine Selbsthilfegruppe für junge Männer gegründet hat, die mit den Folgen des Rituals zu kämpfen haben. Rund 30 Teilnehmer trafen sich über Monate, um ihre Depressionen und Selbstmordgedanken zu überwinden. Jeder von ihnen sagt: "Ohne Patrick hätte ich mich umgebracht."

Der Chief wartet an einer Straßenkreuzung auf die Besucher, gerade lässt er seinen VW Golf an einem Tümpel waschen. Er stellt sich als Chief Makuala vor und führt zu seinem Haus, das ganz oben auf dem Hügel liegt und aussieht wie eine zu groß geratene Garage. "Welcome!", sagt er, packt eine junge Ziege, die im Schatten döst, am Genick und hält sie seinen Besuchern entgegen. "Look!" Dann lässt er das Tier fallen.

Der Chief bittet ins Wohnzimmer, an der Wand hängt ein Jesus-Poster. Er fragt: "Wisst ihr, dass ich der Chief bin? Ihr hättet mir Whisky bringen sollen." Dann lässt er sich in einen Kunstledersessel fallen. Fragen, los, er verlangt nach Fragen.

Welche Bedeutung hat ulwaluko hier?

"Wir brauchen den Zusammenhalt, den uns ulwaluko gibt." Die Jungen lernten, wie sie sich demütig, verantwortungsbewusst und respektvoll verhalten.

Und die Toten? Die Brutalität?

Tote wolle man vermeiden, antwortet der Chief. "Wir brauchen keine Supermärkte, wir stellen unser Essen selbst her, und wir brauchen keine Krankenhäuser", sagt er. Gehe bei ulwaluko etwas schief, dann helfe der Heiler.

Er müsse jetzt los, sagt Makuala plötzlich, nach nur zwanzig Minuten. Man müsse bitte verstehen, dass man hier seine Probleme allein löse, niemand müsse sich einmischen.

Vor wenigen Jahren verbot die Versammlung der traditionellen Führer allen Beteiligten, ulwaluko öffentlich zu diskutieren. Das Ritual ist eine Tradition der Xhosa. Sie sind einer der wichtigsten Stämme des Landes, rund acht Millionen Südafrikaner gehören den Xhosa an. Und sie gelten als Kämpfer. Nelson Mandela war einer von ihnen. Auch er ging einst auf den Berg.

Der Versuch der Versammlung, die Debatte zu unterdrücken, kam zu spät. Längst berichteten südafrikanische Zeitungen. Über 50 Jungen waren in manchen Jahren gestorben. Die Behörden reagierten und machten den Beteiligten zur Auflage, dass die Jungen täglich ein Glas Wasser bekommen sollten.

Aus dem Ritual ist ein Geschäft geworden

Von Anfang an ging es auch um die Frage, was schwerer wiegt: das Recht der Xhosa, Traditionen zu bewahren, oder die Pflicht eines Staates, seine Bürger zu schützen. Es geht aber auch noch um etwas anderes: um Geld. Wählte der Vater früher nur einen Pfleger für seinen Sohn aus, zahlt man heute für ein Komplettpaket mit Beschneidung, Camp und Aufpasser. Heute ist ulwaluko ein Statussymbol. Manche Väter lassen ihre Söhne nach bestandener Prüfung mit dem Helikopter aus dem Camp abholen, die Familien geben viele Tausend Südafrikanische Rand für die Abschlussfeste aus und schalten Zeitungsanzeigen, die die Initiation ihres Sohnes verkünden. Aus dem Ritual ist ein Geschäft geworden.

Zugleich ist die Stimmung auf dem Berg heute aggressiver. In manchen Camps, sagt Dakwa, tauchen nachts die Absolventen der Vorjahre auf und fallen über die Jungen her. Sie stürmen in die Hütten und schlagen ihnen auf die Penisse oder schnüren ihnen Lederriemen um die Penisse, so eng, dass kein Blut mehr fließt. Wehren dürfen sich die Opfer nicht, denn all das gilt als Teil der Härteprüfung.

Jedes Jahr werden solche Fälle von Misshandlungen bekannt, Patrick Dakwa hat eine Liste angelegt. Gwede, 18 Jahre, ertränkt. Pallo, 19 Jahre, erschlagen. Themba, 18 Jahre, verdurstet. Dakwa kennt keinen einzigen Fall, in dem ein Gericht einen der Täter verurteilt hätte.

Kehren die Jungen zurück in ihr Dorf, können sie dort mit niemandem reden, das wäre ein Zeichen von Schwäche. Sie fangen an zu trinken, zu rauchen, zu prügeln, und wenn im Jahr danach die nächste Saison beginnt, quälen sie die Neuen, die sich nicht wehren dürfen. "Jahr für Jahr produzieren wir eine Generation von Traumatisierten", sagt Dakwa, "das bedroht unsere gesamte Gesellschaft."

Sein Gegner ist stark, stärker als die Angst vor den Prüfungen auf dem Berg. Es ist der Gruppenzwang. Die Kandidaten müssen sich beweisen, nicht nur indem sie die Beschneidung klaglos über sich ergehen lassen, sondern auch indem sie sich in den Wochen danach im Camp behaupten. Viele der Betroffenen erzählen: Es war brutal, ich habe nichts gelernt, was mir helfen würde, ein Mann zu sein – aber ich würde es wieder tun. Es gibt Jungen, die mit 13 auf eigene Faust in die Berge ziehen, weil sie es nicht mehr aushalten. Andere suchen sich illegale Camps oder beschneiden sich selbst, um den Makel der Vorhaut loszuwerden. Und manche, die bei alldem scheitern, bringen sich aus Verzweiflung um.

Wer ulwaluko nicht erfolgreich abgeschlossen hat, findet meist keine Frau. Lässt sich doch eine auf ihn ein, entscheidet sie sich für ein Leben am Rand der Gesellschaft. Ein Unbeschnittener wird behandelt wie ein Aussätziger. Er darf die anderen Männer nicht mit Namen ansprechen. Er darf weder dieselbe Toilette noch denselben Tisch benutzen.

Je traditioneller eine Gemeinschaft organisiert ist, je abgelegener ein Dorf, desto größer ist der Druck teilzunehmen. Es gibt nur eines, das noch schlimmer ist, als nicht auf den Berg zu dürfen: dort oben zu versagen.

Der Student Zolo Tokali erinnert sich an seinen Onkel, der in die Berge zog, aber nie zurückkam. Tokali war damals zwölf und erfuhr von niemandem, dass sein Onkel oben verdurstet war. Der Onkel war nicht stark genug, das war die Botschaft, die Tokali erreichte.

Am 20. Juni 2013 beginnt Zolo Tokalis großer Tag. Er wacht früher auf als sonst, isst fast nichts zum Frühstück. So jedenfalls erzählt er es heute. Tokali ist von Vorfreude erfüllt, aber er spürt auch die Sorgen seiner Großmutter. Die Frau, die schon ihren Sohn an den Berg verloren hat, fürchtet um das Leben des Enkels.

Für Tokali gibt es kein Zurück. Er ist 20 Jahre alt, hat die Schule abgeschlossen. Bald will er studieren. Er will ein Mann werden und das Kind in ihm hinter sich lassen. Er zieht seine alten Klamotten aus und wirft sich eine Decke über, wie es Brauch ist. So stapft er in den Wald. Als er im Camp auf dem Berg ankommt, sind die anderen schon da. "Schaut, der Schwule ist auch gekommen", ruft ein Junge, und die anderen lachen. Dann wird es dunkel.

Jemand zündet ein Feuer an, und schließlich taucht der Beschneider auf, ein groß gewachsener Mann, auf dem Kopf ein Hut mit Gepardenmuster. Als er seine Tasche aufklappt, sieht Tokali die vielen Küchenmesser.

Kampf gegen ein archaisches Ritual

Die Jungen setzen sich auf den Boden. Sie sind nackt, schweigen, spreizen ihre Beine. Tokali hockt irgendwo in der Mitte, gelähmt vor Angst starrt er geradeaus. Der Beschneider nähert sich den Jungen, geht durch die Reihen. Bei jedem der Jungen nimmt er die Vorhaut zwischen Daumen und Zeigefinger und setzt das Messer an. Einer schreit. Dann steht der Mann vor Tokali.

"Werde ich jemals Kinder haben können? Und was ist mit Sex?"

Mut, hat Tokali immer geglaubt, bedeute, Schmerzen auszuhalten. Stark sein. Sich nicht drücken. Sich der Angst ausliefern. Wer schwach ist, kann kein Mann sein.

Als der Schnitt gesetzt ist, spürt Tokali gar nichts, sein Körper ist voller Adrenalin. Der Beschneider legt ein Blatt um Tokalis Penis, bindet eine Bandage straff darum. Dann kriecht Tokali benommen in eine der Reisighütten.

Die Zeit dort drinnen, sagt er, sei in seinen Erinnerungen zu einem einzigen Rausch verschwommen. Hin und wieder betritt jemand die Hütte und gibt ihm einen Teelöffel Wasser oder etwas zu essen. Aber erst Tage später hat Tokali das Gefühl aufzuwachen. Er schaut auf seinen Penis und erschrickt. Er blickt auf verwesendes Fleisch. "Warum ist das schwarz?", fragt er den Aufseher. "Das heißt, dass es schnell heilt." Tokali begreift, dass der Aufseher Unfug erzählt.

Das Nächste, woran sich Tokali erinnert, ist das Bett in einem Krankenhaus, in dem er aufwacht. Der Arzt sagt zu ihm: "Deine Eichel ist abgestorben. Sie muss amputiert werden."

Tokali glaubt dem Doktor nicht, beschimpft ihn, weint, schreit, verweigert die Operation. Nach drei Tagen löst sich das tote Gewebe von seinem Penis. Tokali fragt den Doktor:

"Werde ich je Kinder haben können?"

"Das kann ich nicht beantworten."

"Und Sex?"

"Auch das weiß ich nicht."

Einige Tage später bittet ihn der Arzt zu einem Gespräch in ein Nebenzimmer. Tokali schaut den Arzt an, einen Weißen, einen Niederländer mit zauseligen Haaren und Brille. "Um ein Mann zu sein", habe der Doktor gesagt, "brauchst du keinen Penis, du brauchst keinen Sex. Ein Mann zu sein, das bedeutet viel mehr."

Das ist fünf Jahre her, aber wenn Tokali davon erzählt, klingt es, als sei es gestern gewesen. Es ist spät geworden auf dem Campus der Hochschule, die Sonne hat sich gesenkt, da setzt Tokali noch zu einer Art Rede an. "Ich weiß nicht, wie ihr das aufnehmen werdet, aber ich bin schwul", sagt er zu seinen Besuchern. "Seit drei Jahren habe ich einen Freund. Wir leben hier auf dem Campus zusammen, wir verstecken uns vor niemandem. Er liebt mich so, wie ich bin. Wenn ich unter der Dusche stehe und er mich anschaut, dann sagt er: Du bist schön. Und inzwischen weiß ich: Er hat recht. Mir geht es gut. Und ich bin ein Mann."

In den Augen seiner ehemaligen Klassenkameraden ist Zolo Tokali ein Versager. Aber Tokali weiß, dass auch die brutalsten Prüfungen nicht so viel Mut erfordern, wie nötig ist, um sich selbst anzunehmen. Mut ist eine Frage von innerer Größe. Ohne den verfluchten Berg wäre ihm seine Größe vielleicht für immer verborgen geblieben.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio