Laut eigener Aussage wusste sie schon mit sechs Jahren, dass sie Schauspielerin werden würde. Nicht irgendeine, sondern eine weltberühmte. Der Vater, ein Immigrantensohn, der die Familie meist als Taxifahrer ernährte, und die Mutter hätten sie gern als Lehrerin gesehen, akzeptierten aber ihren Weg. Schließlich hatten sie die Tochter früh darin bestärkt, sich zu einer Persönlichkeit mit vielen Interessen und dem Mut zur eigenen Meinung zu entwickeln: "Wir haben zu Hause immer über die großen Fragen des Lebens diskutiert: Gibt es eine Seele? Was ist Kunst?"

Und es ging rasch aufwärts für die blonde junge Frau. Mit 20 debütierte sie an einer renommierten Bühne, Angebote in Film und Fernsehen folgten. Legendär waren ihre Auftritte in historischen Dramen, populär war die Figur einer Ermittlerin. Hier musste sie sich nicht nur gegen Fieslinge und Mörder, sondern gegen Macho-Kollegen behaupten, eine Paraderolle. Aber auch andere Charaktere hat sie mit Bravour gespielt – lässig oder zickig, seriös oder komisch, in prunkvollem Kostüm oder auch unbekleidet. Kürzlich war sie als Ehefrau eines in die Demenz abdriftenden Mannes zu sehen. Ihren größten Triumph feierte die Lady vor gut einem Jahrzehnt und erhielt prompt fast alle begehrten Preise.

Nebenher nutzt sie ihren Promi-Status, um Missstände in der Welt und drohende gesellschaftliche Rückschritte zu benennen. Sie sei erstaunt und nervös, sagt sie, "denn es wiederholen sich Dinge, von denen ich dachte, dass man sie nie wieder erleben würde". Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 29:

Laurence Sterne (1713 – 1768) wuchs in Irland auf, studierte Theologie in Cambridge und amtierte ab 1738 als Pfarrer in der Nähe von York. Die ersten Bände seines Romans "Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman" erschienen 1759, der letzte 1767. Auf seiner Europa-Reise ab 1762 freundete er sich mit Aufklärern in Paris an, besonders mit Denis Diderot